St.Gallens Negativserie gegen Luzern hält an

Marin Schulz (rechts) – hier gegen St.Gallens Silvan Hefti – schoss beide Tore zum Luzerner Sieg.
Marin Schulz (rechts) – hier gegen St.Gallens Silvan Hefti – schoss beide Tore zum Luzerner Sieg. © Keystone/Gian Ehrenzeller
Das 140-Jahr-Jubiläum des FC St.Gallen missglückt sportlich: Der älteste Verein des europäischen Festlandes verliert vor ausverkauften Rängen gegen Angstgegner Luzern 1:2.

Vor allem ein Mann hatte etwas gegen die Festivitäten in der Ostschweiz: Marvin Schulz, der erstmals offensiv hinter der Spitze spielte. Der Deutsche schoss beide Tore nach Fehlern der wenig überzeugenden St.Galler Innenverteidigung. «Wir standen hinten konsequent und nutzten unsere Chancen. Ich habe erstmals in meiner Karriere in einer Spitzenliga doppelt getroffen», sagte Schulz.

Luzern fuhr nach fünf sieglosen Spielen wieder drei Punkte ein und tankte dank einer taktisch cleveren Mannschaftsleistung Moral für den Cup-Halbfinal vom Dienstag gegen Thun. St.Gallen verlor zum neunten Mal in Folge gegen Angstgegner Luzern und liess Durchschlagskraft und Abschlussvermögen vermissen. Tranquillo Barnettas Anschlusstor (92.) in einer hektischen Schlussphase kam zu spät.

Dabei hatte St.Gallen bei Partystimmung im ausverkauften Stadion vehement begonnen. Doch Torchancen erarbeiteten sich die ideenlosen Ostschweizer keine. Die Luzerner Abwehr war zu kompakt, diszipliniert und aufsässig. Als die auf Konter lauernden Gäste mutiger wurden, gaben sie durch die schlecht bewachten Christian Schwegler und Christian Schneuwly zwei Warnschüsse ab.

Innerhalb von zwei Minuten sank die Stimmung in der Arena. Zunächst schlenzte der im Abschluss zu zögernde Silvan Hefti den Ball nach einem Corner Tranquillo Barnettas an die Latte, und praktisch im Gegenzug verschätzte sich der 17-jährige Leonidas Stergiou nach einem langen Ball. Er liess Schulz ziehen – 0:1 statt 1:0. Und nachdem erneut Schulz einen Konter zu Beginn der zweiten Halbzeit mit seinem zweiten Treffer abgeschlossen hatten, schwenkten vor allem noch die Luzerner Fans die Fahnen.

«Wir legten mit hohem Tempo los, konnten aber das erstrebenswerte Führungstor nicht erzielen. Nach dem 0:1 waren wir angeschlagen, das 0:2 hat uns den Stecker gezogen», haderte St.Gallens Trainer Peter Zeidler.

(SDA)


Newsletter abonnieren
29Kommentare
noch 500 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel