St.Galler wollen grosszügigen Marktplatz

Die Zukunft des Marktplatzes in St.Gallen ist noch offen.
Die Zukunft des Marktplatzes in St.Gallen ist noch offen. © SGT/Urs Bucher
Im Bezug auf die Neugestaltung des Marktplatzes in St.Gallen ist man einen Schritt weiter. Vertreter des Volkes haben sich in einem Forum getroffen und über die Zukunft des Stadtzentrums diskutiert. Dabei sind sie sich mehrheitlich einig.

Das Thema «Neugestaltung Marktplatz» beschäftigt die St.Gallerinnen und St.Galler nun schon eine Weile. Nachdem die Neugestaltung zweimal vor dem Volk scheiterte, beschlossen die Behörden, die Bevölkerung mehr mit einzubeziehen. Ein dritter Anlauf wurde gestartet. Dazu gab es eine Online-Befragung, welche zeigte, dass eine Neugestaltung bei der Bevölkerung durchaus Anklang findet. In einem zweiten Schritt wurden Öffentlichkeitsveranstaltungen durchgeführt und das «Forum Marktplatz» gegründet.

Marktplatz soll Begegnungszone sein

Über 90 Teilnehmer dieses Forums haben im April die Rahmenbedingungen und Ziele der Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt besprochen. Der Schlussbericht zeigt nun, dass sich die Vorstellungen der Vertreter aus Parteien, Verbänden, Organisationen, Grundeigentümern und Bevölkerung mehrheitlich decken. Die Teilnehmenden wollen einen «repräsentativen, grosszügigen Ort, eine Begegnungszone mit Zentrumsfunktion und guter Aufenthaltsqualität».

Calatravahalle darf weg

Der Marktplatz, der Bohl und Blumenmarkt seien drei unterschiedliche Plätze, die unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen hätten, heisst es in einer Mitteilung. So sei der Bohl ein belebter Ort, welcher auch weiterhin als ÖV-Haltestelle dienen soll. Der Marktplatz hingegen soll eher ein Ort für ruhigere Aktivitäten sein.

Bezüglich Calatravahalle und Rondelle haben die Teilnehmenden ebenfalls Unklarheiten aus dem Weg geschafft. Die Calatravahalle dürfe abgebrochen werden, wenn sich dies in einem Gesamtkonzept als nötig erweist. Die Rondelle hingegen soll bestehen bleiben. Man wünscht sich jedoch eine bessere Ausstrahlung und eine bessere Nutzung.

Nach Sommerferien entscheidet Stadtrat

An den Märkten auf dem Marktplatz möchte man auch in Zukunft festhalten. Sie werden als die richtige Marktform angesehen. Wie häufig ein Markt stattfinden soll, darüber ist man sich noch nicht ganz einig. Das Interesse an einem fixen Markt werde immer kleiner, deshalb werde geprüft, wie damit in Zukunft umgegangen wird.

Aktuell läuft die Vernehmlassung zu den Ergebnissen. Alle Teilnehmenden können bis Ende Juni Stellung zu den Ergebnissen beziehen. Der Stadtrat entscheidet dann nach den Sommerferien über das weitere Vorgehen. Möglich ist, dass die Gestaltung des Marktplatzes neu ausgeschrieben wird oder man ein altes Projekt adaptiert.

(abl)


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