Stadler Rail geht heute an die Börse

Peter Spuhler soll auch nach dem Börsengang von Stadler Rail grösster Aktionär bleiben. (Archiv)
Peter Spuhler soll auch nach dem Börsengang von Stadler Rail grösster Aktionär bleiben. (Archiv) © KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
Der Thurgauer Zugbauer Stadler Rail wagt am Freitag den Gang aufs Börsenparkett. Das Unternehmen könnte in wenigen Stunden mehrere Milliarden Franken mehr wert sein.

Heute um Punkt 9 Uhr, zur Eröffnung der Schweizer Börse, wird auch Stadler auf der Kursliste zu sehen sein. Aktuell hält Firmenpatron und Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler 80 Prozent an der Firma. Im Rahmen des Börsengangs werden nun ausschliesslich bestehende Aktien aus seinem direkten und indirekten Besitz angeboten werden, teilte Stadler Rail im März mit. Spuhler werde nach dem Börsengang weiterhin als grösster Aktionär und Verwaltungsratspräsident von Stadler engagiert bleiben.

Gerüchteküche brodelte schon länger

In den letzten Monaten hatte die Gerüchteküche geradezu gebrodelt. Sowohl die «Handelszeitung» als auch das Online-Magazin «Cash» hatten berichtet, dass Stadler in intensiven Gesprächen mit möglichen Investoren stecke. Der Zeitpunkt des Börsengangs war damals bereits mit April oder Mai angeben worden.

Der geplante Börsengang an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange sei ein logischer nächster Schritt in der Geschichte von Stadler, hiess es in dem Communiqué. Er solle helfen, die langfristige Wettbewerbsposition des Unternehmens in den bestehenden Märkten zu stärken und die künftige Entwicklung der Firma zu unterstützen. Stadler stellt unter anderem Hochgeschwindigkeitszüge, U-Bahnen, Trams und Zahnradbahnen her.

Stadler durch schlechten Euro-Kurs hart getroffen

Im März publizierte das Unternehmen seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2018. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen sowie Abschreibungen (EBITDA) lag bei 208 Millionen Franken nach 245 Millionen im Vorjahr. 2018 setzte sich damit die Erholung beim Umsatz vorerst nicht weiter fort. 2017 war als das Jahr in die neuere Firmengeschichte eingegangen, in dem Stadler Rail die schwierige Situation nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses von 1,20 Franken gemeistert hatte.

Die Firma war 2015 von der Aufhebung der Euro-Untergrenze durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) hart getroffen worden. Damals sackte der Umsatz auf 1,8 Milliarden Franken ab, nach 1,9 Milliarden Franken im 2014 und 2,5 Milliarden Franken im 2013.

(red./SDA)


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