Stapo St.Gallen räumt Fehler ein

Im Sommer 2018 wurde bei den Drei Weieren ein IV-Rentner von einem E-Bike-Fahrer angegriffen. (Symbolbild)
Im Sommer 2018 wurde bei den Drei Weieren ein IV-Rentner von einem E-Bike-Fahrer angegriffen. (Symbolbild) © Tagblatt/Michel Canonica
Nachdem im vergangenen Sommer ein 57-jähriger Mann bei den Drei Weieren zusammengeschlagen wurde – und keine Polizeipatrouille auftauchte – gesteht die Stadtpolizei St.Gallen Fehler ein.

«Ich bin masslos enttäuscht», sagte das Opfer im vergangenen Sommer gegenüber FM1Today. Der 57-jährige IV-Rentner war im Juli 2018 beim Naherholungsgebiet Drei Weieren in St.Gallen von einem E-Biker attackiert worden. Obwohl er danach Alarm schlug, kam keine Polizeipatrouille vorbei. Das Argument der Stadtpolizei: Weil der Täter bereits verschwunden gewesen sei, habe sie nichts unternehmen können, so lange keine Anzeige vorliege.

In der Zwischenzeit hat die Stadtpolizei den Fall intern überprüft. «Im Nachhinein betrachtet würden wir in einem solchen Fall, wenn immer möglich, eine Patrouille senden. So können immerhin schon weitere Details geklärt werden, auch wenn der Täter nicht mehr vor Ort ist», lässt sich Mediensprecher Dionys Widmer vom «St.Galler Tagblatt» zitieren. Die Mitarbeitenden würden künftig bereits in der Ausbildung auf solche Fälle sensibilisiert.

Der 57-Jährige hatte einen Tag nach dem Vorfall Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Laut der St.Galler Staatsanwaltschaft konnte der rund 35-jährige E-Biker noch immer nicht ausfindig gemacht werden.

(red.)


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