Starke 11,15 Sekunden über 100 m

Mujinga Kambundji strahlt und lässt sich feiern.
Mujinga Kambundji strahlt und lässt sich feiern. © KEYSTONE/ANTHONY ANEX
Mujinga Kambundji sorgt beim Citius-Meeting in Bern für den Glanzpunkt. Die Bernerin erfüllt über 100 m bei Windstille in 11,15 Sekunden sowohl die Erwartungen als auch die WM- und Olympialimite.

Nach einem bescheidenen Start in den Sommer nahm Mujinga Kambundji Fahrt auf. Der Lokalmatadorin gelang über die 100 m in 11,15 Sekunden der ersehnte Befreiungsschlag. Die 27-Jährige hatte in den letzten Wochen etwas ratlos gewirkt. Obwohl sie sich fit fühlte, kam die nationale Rekordhalterin insbesondere auf der zweiten Streckenhälfte nicht auf Touren. Nun gelang ihr ein Lauf, der die Moral gleich doppelt hebt. Mit der Leistung von Bern erhielt Kambundji nicht nur die Bestätigung für den Trainingsaufbau samt ausgedehnter Ruhephase nach der Hallensaison, sondern sie erfüllte auch die Limite für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio auf den Hundertstel genau. Selbstredend kann die Bernerin mit Trainingsbasis in London auch für die Weltmeisterschaften in Doha Anfang Oktober definitiv planen.

Das internationale Meeting in Bern bildete für die besten Athletinnen und Athleten des Landes den Auftakt zur zweiten Saisonhälfte. Insbesondere Kambundji nutzte diese Chance, um das grossenteils mässige Abschneiden der Schweizer Asse im Mai, Juni und Juli – einzig Alex Wilson, Jason Joseph und Julien Wanders überzeugten – in den Hintergrund zu drängen.

Aufsteigende Tendenz liess auch Lea Sprunger erkennen. Die Europameisterin über 400 m Hürden nutzte die optimalen Wettkampfbedingungen für eine persönliche Saisonbestzeit. Obwohl sie beim letzten Hindernis ungewollt einen Schrittwechsel vornahm, sicherte sie sich vor der Russin Vera Rudakowa den Tagessieg. 55,13 Sekunden sind für die Westschweizerin mit Blick in die jüngere Vergangenheit allerdings nicht berauschend. Sie lief schon rund acht Zehntel schneller.

Glücklich war die Stabhochspringerin Angelica Moser (LC Zürich). Drei Wochen nach ihrem Sieg an der U23-EM in Gävle übersprang sie zum zweiten Mal in dieser Saison 4,56 m und bestätigte damit die WM-Limite. Kariem Hussein blieb über 400 m Hürden unter 50 Sekunden. Dem Europameister von Zürich ging auf der Zielgeraden die Kraft aus, das WM-Ticket hat er noch nicht im Sack.

(SDA)


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