Stufe Rot für Graubünden

Blitzsalve, Regen und Hagel - Der Kanton Graubünden war an Pfingstmontag von starken Unwettern betroffen. (Symbolbild)
Blitzsalve, Regen und Hagel - Der Kanton Graubünden war an Pfingstmontag von starken Unwettern betroffen. (Symbolbild) © KEYSTONE/Arno Balzarini
In der Schweiz ist es in der Nacht auf Dienstag zu Unwettern gekommen. So regnete es vielerorts stark und teilweise gab es extreme Gewitter. Besonders betroffen waren laut den Unwetterkarten einige Regionen in der Romandie, die Zentralschweiz, das Tessin und der Kanton Graubünden.

So erhöhte Meteosuisse in der Nacht auf Dienstag etwa für Gamsen VS die Unwetterwarnstufe auf Orange. Für die Region Chur wurde sogar ein Unwetter der Stufe Rot registriert. Die meteocentrale schrieb, es bestünde die Gefahr von Hagel, Starkregen und Sturmböen. Die Blitzaktivität sei zudem hoch. Das Zentrum des Gewitters habe im Bereich Innerferrea GR gelegen.

Wie TCS Verkehr in der Nacht zudem auf Twitter mitteilte, wurde die A2 am Gotthard zwischen der Verzweigung Altdorf und Amsteg in beiden Richtungen für den Durchgangsverkehr aufgrund von Hochwasser gesperrt. Laut TCS Verkehr gibt es auch im Tessin viel Geröll auf einigen Strassen.

Wie es bei der Kantonspolizei Graubünden heisst, kam es auch dort zu einigen kleineren Erdrutschen. In einigen Fällen wurden Autos von Geröll getroffen. Insgesamt habe die Polizei in der Nacht auf Dienstag acht mal ausrücken müssen.

Die Schweizerischen Rheinhäfen melden am Dienstagmorgen, dass die Hochwassermarke I am Pegel Basel-Rheinhalle überschritten wurde. Der Aktuelle Pegelstand betrage 719 cm.

Auch im Kanton Graubünden führt der Rhein zu viel Wasser. Im laufe des Montags sind die Wassermassen stetig angestiegen. In der Nacht auf Dienstag vermeldete die Messtation in Donat/Ems einen Wasserfluss von knapp 1200 Kubikmetern pro Sekunde. Das entspricht einer Hochwassergefahr der Stufe zwei.

Am Dienstagmorgen hat sich die Lage wieder etwas entspannt. In einigen Gebieten besteht jedoch nach wie vor Warnstufe Rot.

Am Dienstagmorgen hat sich die Lage wieder etwas entspannt. In einigen Gebieten besteht jedoch nach wie vor Warnstufe Rot. (meteocentrale)

Wegen der anhaltenden Niederschläge führt auch die Reuss im Kanton Uri viel Wasser. Die Pegel überschritten einen Grenzwert, weshalb laut der zuständigen Kantonspolizei in der Nacht auf Dienstag diverse Interventionsmassnahmen eingeleitet werden mussten. Am Sonntagabend ging ausserdem bereits ein Murgang auf die Strasse zwischen Wassen und Meien nieder. Es kam dabei zwar niemand zu Schaden, wie ein Sprecher der Kantonspolizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Montagabend sagte. Die Strasse musste dennoch für den Verkehr geschlossen werden.

Obendrein wurde laut der Kantonspolizei Uri die Strasse Gurtnellen UR – Intschi UR wegen Elementarereignissen gesperrt. Im Bereich Gurtnellen, Steintal, ging eine Schlammlawine nieder und habe einen Personenwagen beschädigt. In der Folge mussten laut den Behörden neun Personen aus dem Gefahrenbereich evakuiert werden. Verletzt wurde beim Niedergang aber niemand.

Gegen 5.00 Uhr habe sich die Lage normalisiert und die A2 wurde für sämtlichen Verkehr wieder geöffnet, hiess es weiter im Communiqué der Kantonspolizei Uri am Dienstagmorgen.

Im Kanton Graubünden wird derweil auch am Dienstag mit erneuten Gewittern und Starkregen gerechnet. Die meteocentrale hat für die Regionen Mesocco und Sedrun die Warnstufe rot ausgegeben.

(SDA/red)


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