Staubernbahn soll an Ostern wieder fahren

Die neuen Staubernbahn-Gondeln sind schwarz statt braun.
Die neuen Staubernbahn-Gondeln sind schwarz statt braun. © pd
Die Staubernbahn fährt voraussichtlich am Ostersamstag wieder. Nach der Entgleisung und dem Absturz einer Gondel im Herbst 2018 werden die neuen Kabinen derzeit getestet.

Die Betreiber der Staubernbahn haben doppeltes Glück im Unglück: Zum einen wurde beim Absturz der brandneuen Gondel im Oktober vergangenen Jahres niemand verletzt. Zum anderen sollen die Kabinen pünktlich zum Start der Wandersaison wieder fahren. «Mit den neuen Kabinen der Staubernbahn finden derzeit Testfahrten und Bremsproben statt», teilt Mediensprecher Ralph Dietsche am Freitag mit.

Sicherheitsmassnahmen getroffen

Voraussetzung für die Wiederaufnahme des Betriebs ist, dass die Kontrollen des IKSS (Interkantonales Konkordat für Seilbahnen und Skilifte) positiv ausfallen. Die Sicherheitsvorkehrungen seien verschärft worden, schreibt Dietsche: «Zur bereits bestehenden Windmessanlage wurden zusätzlich zwei neue Messstellen auf den Stützen eins und drei installiert.» Damit sei es künftig besser möglich, Aufwinde und Turbulenzen zu erkennen. Neue Einweiser bei den Stützen sollen die Kabine den Masten entlang zusätzlich stabilisieren.

Ralph Dietsche, Mediensprecher Staubernbahn (Bild: pd)

Porsche-Design bleibt

Die beiden neuen Kabinen – sie sind nicht mehr dunkelbraun, sondern schwarz – können je acht Personen zur Staubernkanzel transportieren. Sie wurden «geringfügig modernisiert», heisst es in der Mitteilung der Staubernbahn. «Die Veränderungen sind vergleichbar mit Weiterentwicklungen bei einem Modellwechsel in der Automobilbranche.» So sei der Unterbau im Vergleich zum Vorgängermodell leicht angepasst worden, was den Warentransport erleichtere. Was bleibt, ist das Porsche-Design.

Ursache weiterhin unklar

Weiter im Dunkeln tappen die Bergbahnbetreiber, was die Ursache der Entgleisung angeht. Die offiziellen Untersuchungsergebnisse werden Ende April erwartet (FM1Today berichtete). Ralph Dietsche: «Wir wollen uns nicht auf Spekulationen einlassen.» Die Sicherheit der Gäste sei bei der Wiederinbetriebnahme am Ostersamstag, 20. April, gewährleistet.

Kabine evakuiert

Nachdem die durch Solarkraft betriebene Staubernbahn im April 2018 feierlich eingeweiht war, stürzte sie am letzten Betriebstag vor Ende der Saison, dem 31. Oktober, oberhalb von Frümsen rund zwölf Meter in die Tiefe. Weil die Kabine zu diesem Zeitpunkt leer war, wurde niemand verletzt. In der zweiten Kabine befanden sich zu dem Zeitpunkt acht Personen, diese konnten unverletzt in Sicherheit gebracht werden.

Die Seilbahn verbindet Frümsen im St.Galler Rheintal mit der Staubernkanzel. Die erste Version, eine Materialseilbahn, war 1979 errichtet worden, ab 2001 war sie auch für Personentransporte in Betrieb.

(lag)


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