Swiss-Skies-Gründer wollen nächstes Kapitel aufschlagen

Die vier Gründer hinter dem Billigairline-Projekt Swiss Skies haben sich viel vorgenommen: Sie wollen Billigflüge auf der Langstrecke anbieten. Im Bild Harald Vogels, Philippe Blaise, Armin Bovensiepen und Alvaro Oliveira (von links).
Die vier Gründer hinter dem Billigairline-Projekt Swiss Skies haben sich viel vorgenommen: Sie wollen Billigflüge auf der Langstrecke anbieten. Im Bild Harald Vogels, Philippe Blaise, Armin Bovensiepen und Alvaro Oliveira (von links). © KEYSTONE/ALEXANDRA WEY
Die vier Gründer hinter dem Billigairline-Projekt Swiss Skies haben sich viel vorgenommen: Sie wollen Billigflüge auf der Langstrecke anbieten.

Veränderungen im Markt und bei der Technologie öffneten ein neues Kapitel in der Branche: Die Entwicklung der Langstrecke hin zu tiefen Kosten und Komplexität.

Einen «Gamechanger» sieht Armin Bovensiepen insbesondere im neuen Flugzeug A321neo von Airbus. Dies ermögliche es, mit tieferen Kosten und weniger Plätzen auf der Langstrecke zu fliegen, wie er an einer Medienkonferenz am Freitag in Basel sagte.

Am Vortag hatten sich Bovensiepen und seine Mitstreiter in Basel mit Investoren getroffen. Zu den Ergebnissen hielten sie sich am Freitag bedeckt. Es sei vor allem darum gegangen, das Interesse bei den Investoren zu wecken, sagte Harald Vogels. Nun stünden Einzelgespräche an.

Er zeigte sich aber zuversichtlich, bis Ende Jahr eine erste Tranche für das Startkapital zusammenzubringen. So koste allein die Gründung 50 Millionen. Als Geldquellen wollen die vier neben lokalen Investoren in Basel das eigene Umfeld sowie auch internationale Grossinvestoren ansprechen. Wie viel Geld bereits von wem beisammen sei, könne man nicht offenlegen.

Die Pläne des Projekts Swiss Skies sehen ein schnelles Wachstum vor: Innerhalb von fünf Jahren sollen 38 Flugzeuge 3,8 Millionen Passagiere in 46 Destinationen bringen. Die Flugzeuge sollen dabei eine Auslastung von 82 Prozent erzielen, der Umsatz soll sich auf 1,5 Milliarden Franken belaufen.

Ein grosses Thema sind dabei mögliche Kapazitäten in Basel. Es seien durchaus noch Slots frei, sagte Bovensiepen. Klar ist: Nicht alle Flugzeuge sollen am Euroairport stationiert sein, wie Vogels sagte. Welche Flughäfen noch angesteuert werden, wurde nicht verraten.

Über das grosse Medieninteresse zeigten sich die Verantwortlichen selbst erstaunt. «Heute geht es nicht um die Lancierung einer Airline, sondern um die Präsentation der Idee», betonte Sprecher Adrian Kohler.

(SDA)


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