Tausende Blitze in der Ostschweiz

Dunkle Wolken über der Ostschweiz: In der Schweiz war es am Dienstag, wie hier im Alpstein, bedeckt.
Dunkle Wolken über der Ostschweiz: In der Schweiz war es am Dienstag, wie hier im Alpstein, bedeckt. © FM1Today/Lara Abderhalden
Über die Schweiz zogen am Dienstag mehrere Gewitterzellen. Diese sorgten dafür, dass es beispielsweise im Kanton St.Gallen rund 4500 Mal blitzte. Im Thurgau fiel am meisten Regen.

53 Millimeter: So hoch würde der Wasserpegel sein, hätte man den ganzen Regen, der in Oberneunforn im Thurgau herunterkam, in einem Becken gesammelt. Mit diesen 53 Millimetern war Oberneunform der Ort, an dem es in der Schweiz am Dienstag am meisten Niederschlag gab, schreibt Meteonews. Auch am Flughafen in Kloten konnte mit 49 Millimetern ein ähnlicher Wert gemessen werden. Somit fiel schon die Hälfte des Regens, der im August üblich ist. Im ganzen August zusammen fallen im Schnitt 108 Millimeter Regen.

Der Regen kam grösstenteils einher mit Sturmböen oder Hagel. Dies vor allem im Rheintal, im Berner Oberland und in der Zentralschweiz. In Interlaken wurden Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von 109 km/h gemessen. In Glarus mit knapp über 80 km/h. Der Wind war dort somit gleich schnell, wie ein Auto, das ausserorts unterwegs ist.

Zu einem Gewitter gehört auch Blitz und Donner und in der ganzen Schweiz klang es am Dienstag so, als würde Petrus mächtig auf die Trommeln schlagen. Es blitzte und donnerte immer wieder: Am meisten Blitze wurden im Kanton Bern mit über 7500 registriert. Gefolgt vom Kanton St.Gallen mit knapp 4’500 Blitzen am ganzen Dienstag. Total entluden sich zwischen Mitternacht und 22 Uhr über 40’000 Blitze in der Schweiz.

Im Kanton Graubünden sorgten die Gewitter dafür, dass es am Umbrailpass einen Erdrutsch gab. Der höchste Pass der Schweiz ist deshalb derzeit gesperrt. Die Polizei konnte bis jetzt noch nicht auf den Pass, da immer noch Geröll und Schlamm herunter kommt. In Glarus in Diesbach krachte ein Baum auf ein Hausdach, verletzt wurde dabei niemand und die Umfahrungsstrasse musste gemäss Polizei kurz gesperrt werden, weil ebenfalls ein Baum auf der Strasse lag. Aus den Kantonen St.Gallen und Thurgau gibt es keine Meldungen über Gewitterschäden.

(abl)

 


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