Thun deklassiert schwaches Xamax

Der FC Thun konnte in Neuenburg oft jubeln
Der FC Thun konnte in Neuenburg oft jubeln © KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Nach dem 0:3 in Sitten muss Neuchâtel Xamax in der Super League eine weitere empfindliche Niederlage hinnehmen. Beim 1:5 daheim gegen Thun macht die Defensive der Xamaxiens einen desolaten Eindruck.

1:3 stand es in der Pause. So sehr die vielen Tore die Fans beider Seiten gefreut haben mochten, für die Trainer Michel Decastel und Marc Schneider waren sie reine Ärgernisse. Aus ihrer Sicht hätte keines des Tore fallen dürfen, hätten ihre Leute nur einigermassen vernünftig verteidigt.

Zwei dieser Tore fielen nach Rückpässen in der Gefahrenzone, die eher zaghafte Versuche von Rückpässen waren. Beide Sünder – Arbenit Xhemajli von Xamax und Roy Gelmi von Thun – wurden mit Gegentoren verdientermassen bestraft. Das aus einem solchen Lapsus entstandene 2:0 für Thun nach 25 Minuten war für die Neuenburger doppelt verhängnisvoll. Mustafa Sejmenovic wehrte den Schuss von Doppeltorschütze Marvin Spielmann auf den Linie mit dem Oberarm ab. Es war keine offensichtliche Absicht zu erkennen, weshalb es Schiedsrichter Sandro Schärer bei einer Verwarnung hätte bewenden lassen können. Aber die Rote Karte gegen den Verteidiger war auch zu vertreten. Die Neuenburger mussten also rund 70 Minuten zu zehnt spielen.

Die Thuner Führung nach nur drei Minuten war nach einem von Aussenverteidiger Janick Kamber auf unnötige Weise verursachten Foulpenalty zustande gekommen. Geradezu abwesend war die Neuenburger Abwehr kurz vor der Pause. Thuns Goalgetter Dejan Sorgic konnte für das 3:1 im Strafraum dreimal Anlauf nehmen. Nach der Pause nutzten die Berner die spielerische und die numerische Überlegenheit weidlich.

Mit dem zweiten Sieg im vierten Spiel haben sich die Thuner vorerst wieder in einer sicheren Position festgesetzt. Die Neuenburger dagegen müssen ihr Abwehrspiel unbedingt stabilisieren, wenn sie gerade im nächsten Match nicht unter die Räder geraten wollen. Ihr nächster Gegner: YB in Bern.

(SDA)


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