Thurgau will per SMS vor Wölfen warnen

Im Thurgau wird es künftig mehr Wolfsichtungen geben.
Im Thurgau wird es künftig mehr Wolfsichtungen geben. © tvo
Der Kanton Thurgau plant ein Warnsystem für Tierhalter. Diese sollen eine SMS bekommen, sobald ein Wolf auf Kantonsgebiet gesichtet worden ist. Die Tierbesitzer begrüssen den Plan.

Was St.Gallen schon seit rund vier Jahren hat, soll auch im Thurgau kommen: Ein SMS-Warnsystem vor Wölfen für Tierbesitzer. Werner Mazenauer, Präsident des Schafzüchtervereins Oberthurgau, sagt: «Ich finde das eine gute Idee. So weiss man wenigstens in welcher Region ein Wolf ist. Die Tierhalter, die dort Schafe oder Mutterkühe haben, können entsprechend reagieren.»

Offiziell gibt es seit 2017 erst zwei Wolfsichtungen im Kanton Thurgau. Trotzdem wurde schon rund ein Dutzend Tiere gerissen. Und die Behörden rechnen mit einer Zunahme. Cornelia Komposch, SP-Regierungsrätin beim Departement für Justiz und Sicherheit, sagt: «Nach Einschätzung von Fachleuten ist künftig häufiger mit einzelnen, abwandernden Wölfen zu rechnen, die sich bis ins Mittelland vorwagen, beziehungsweise dieses durchqueren.»

Im Kanton St.Gallen hat man mit dem Warnsystem gute Erfahrungen gemacht. Sieht ein Wildhüter Spuren eines Wolfes, meldet er dies dem Landwirtschaftlichen Zentrum in Salez. Danach gibt es ein Warn-SMS an rund 4000 Tierhalter und über 400 Alpbesitzer. Sven Baumgartner, Leiter Fachstelle Herdenschutz beim Kanton St.Gallen, sagt: «Man ist so wachsamer und wenn etwas ist, kann man die Tiere bei Möglichkeit auch mal über Nacht einstallen.» Monatlich gibt es im Kanton St.Gallen rund eine solche Warnung, aber auch hier geht man davon aus, dass dies zunehmen wird.

Hier gibt es den ganzen Bericht zum Wolf-Warnsystem von TVO:


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