Über hundert Jahre alte Eichen gefällt

Damit Altstätten besser vor Hochwasser geschützt ist, mussten zwei über hundert Jahre alten Eichen gefällt werden.
Damit Altstätten besser vor Hochwasser geschützt ist, mussten zwei über hundert Jahre alten Eichen gefällt werden. © TVO
Um Altstätten vor Hochwasser zu schützen, soll der Tobelbach breiter werden. Dafür mussten zwei alte Eichen gefällt werden – sehr zum Ärger eines Stadtbewohners.

Damit es zu weniger Hochwasser in Altstätten kommt, wird der Tobelbach künstlich breiter gemacht. Dafür wurden zwei alte Eichen gefällt. «Diese Eichen sind über hundert Jahre alt und hatten aus ökologischer Sicht einen grossen Wert. Mich schmerzt das», sagt Niklaus Eschemoser, ehemaliger Lehrer in Alstätten. Eschemoser versteht, dass Massnahmen ergriffen werden müssen. Er sei aber überzeugt davon, dass man auch Lösungen hätte finden können, die die Eichen verschont hätten.

«Gab keine andere Möglichkeit»

Guido Niedermann, Leiter des Tiefbauamt Altstätten ist anderer Meinung: «Die Eiche hätte zu einem weiteren Stau im Bach führen können. Obwohl wir ein Geschieberückhalt weiter oben gebaut haben, kann es nach wie vor Holz und Dreck runterspülen.» Hätte man die Eichen nicht entfernt, wäre das Hochwasserrisiko weiterhin bestanden.

Ausbauprojekt wurde mit 85% angenommen

Über den Ausbau des Tobelbachs haben die Altstätter letztes Jahr abgestimmt. Mit 85% Ja-Stimmen wurde das Projekt angenommen. Im Projektbeschrieb sei aber nichts davon geschrieben gewesen, dass die zwei Eichen für die Ausbreitung gefällt werden müssen, sagt Eschenmoser zu TVO. «Mich hat das so aufgewühlt, dass ich in einem Brief schreiben musste, was das in mir ausgelös hat», so der ehemalige Lehrer. Dieser Brief ging an den Stadrat von Alstätten. Wie diese auf den Brief reagierten, siehst du im Video:

(Daniel Sager/nm)


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