Unerlaubte Spritztour mit Feuerwehrauto

Nach der Spritztour wurde das praktisch nicht mehr fahrbare Feuerwehrauto zurück in die Garage gestellt.
Nach der Spritztour wurde das praktisch nicht mehr fahrbare Feuerwehrauto zurück in die Garage gestellt. © Kapo GR
In Ramosch im Engadin haben unbekannte Täter ein Feuerwehrauto geklaut und fast zu Schrott gefahren. Allerdings waren die Diebe gnädig und haben das demolierte Fahrzeug zurück ins Feuerwehrdepot gebracht.

Als die Feuerwehr in Ramosch am Dienstagabend eine Übung vorbereiten will, stellt sie überrascht fest: Eines der Fahrzeuge ist stark demoliert und fast nicht mehr fahrbar. Unbekannte Täter haben sich das Fahrzeug, welches zuletzt am Freitag in einwandfreiem Zustand gesehen wurde, über das Wochenende für eine Chaosfahrt «ausgeliehen».

Doppelt gesichertes Depot

Laut Markus Walser, Mediensprecher der Kantonspolizei Graubünden, haben die Täter im Feuerwehrdepot ein Fenster eingeschlagen. Somit sind sie zum Schlüssel im Notfallkasten gelangt, welcher ihnen Zutritt verschaffte. «Das Depot ist eigentlich doppelt gesichert. Einerseits mit einem Code bei der Eingangstüre. Sollten Feuerwehrleute den Code vergessen, gibt es andererseits die Möglichkeit, über das Fenster an den Notfallkasten zu kommen», sagt Markus Walser. Deshalb sei auch kein Einbruchalarm ausgelöst worden.

Massiven Schaden verursacht

Die Diebe konnten also in aller Ruhe mit einem der Fahrzeuge aus der Garage fahren. Das Resultat der Spritztour ist ein massiver Schaden an der rechten Radaufhängung. Doch anstatt das Fahrzeug an der Unfallstelle stehen zu lassen, haben die Täter das Feuerwehrauto zurück ins Depot gebracht – allerdings in praktisch nicht mehr fahrbarem Zustand. Laut Walser bewegt sich der Sachschaden zwischen 5000 und 10’000 Franken.

(Kapo GR/red.)


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