«Mis Dihei»

«Beim ersten Besuch wusste ich, hier will ich mal wohnen»

12. März 2022, 11:03 Uhr
Heidi lebt seit 35 Jahren ihren Traum. Sie wohnt in ihrem ehemaligen Stammlokal in Brütten bei Winterthur. Dazu gehört der ehemalige Parkplatz mit einem grossen Kastanienbaum, eine Gastroküche und ungefähr zehn Zimmer.
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Quelle: tvo

Die 73-jährige Heidi Mandl lebt seit 35 Jahren in ihrem Traumhaus. Das ehemalige Wirtshaus hat sie vor vielen Jahren mit viel Aufwand und Liebe renoviert. «Der Umbau hat viele Nerven gekostet, aber die Mühe hat sich mehr als gelohnt.» Bereits vor dem Haus, hat es sich Heidi Mandl gemütlich gemacht. Dort wo der gut 100-jährige Kastanienbaum steht, war früher nämlich ein asphaltierter Parkplatz. «Daraus haben wir einen schönen Garten gemacht.» Es gebe noch immer Leute, die denken, das Haus sei ein Restaurant. «Je nach Lust und Laune, bekommen die Leute an einem heissen Sommertag unter dem Baum auch etwas zu trinken.»

Liebe auf den ersten Blick

Im Haus sieht es zwar nicht mehr nach Beiz aus, die Atmosphäre ist aber geblieben. Was heute das Wohnzimmer ist, war früher der Speisesaal. «Als ich das erste Mal hier drin war, bin ich in einer Ecke gesessen und habe gesagt: ‹Hier will ich mal wohnen›». Die Bänke, die früher rundum standen, hat Heidi Mandl herausgerissen. Allgemein wurden diverse Wände übermalt und viele Kacheln entfernt. Den Wirtshaus-Charme hat Heidi Mandl aber erhalten. Herzstück des Wohnzimmers ist der grosse Kachelofen. «Hier kann ich meine Teller und mich selber wärmen.»

Von der Katastrophe zum Traumhaus

Beim Betreten der Küche tritt man eine Zeitreise an. Die alten Geräte hat Heidi Mandl drin gelassen und auch die alte Wirtsküche hat sie teilweise übernommen. Doch bis diese genutzt werden konnte, musste viel Arbeit investiert werden. «In der Küche gab es Bretter mit Wasser darunter und drei verschiedenen Bodenbelägen. Es war eine Katastrophe. Auch Mäuse sind noch herumgerannt.» Jetzt aber habe sie eine Küche «wo jeder findet: ‹wow›». Auf den alten Herd sei sie besonders stolz.

Wie viel Arbeit wirklich in die Renovation des Hauses gesteckt wurde, offenbaren die alten Fotos, die Heidi Mandl zeigt. Dunkle Wände, dunkle Böden, farbige Kacheln und Schmutz – so weit das Auge reicht.«Es war ein Albtraum. Heute würde ich mir das nicht mehr zutrauen», sagt die 73-Jährige. Heute geniessen sie und ihr Lebenspartner das rustikale Ambiente in ihrem Haus.

(mle)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 13. März 2022 17:22
aktualisiert: 13. März 2022 17:22
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