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Muttertag

Deine Mutter hatte recht

Sarah Lippuner, 9. Mai 2021, 07:58 Uhr
Heute weisst du: Du hättest dir ihre Ratschläge eben doch besser zu Herzen nehmen sollen...
© Imago
Unsere ganze Kindheit lang hat sie uns Ratschläge gegeben, bei denen wir uns schworen, dass wir sie später niemals befolgen würden. Und jetzt als Erwachsene müssen wir uns eingestehen: Ja, Mami, du hattest in so vielen Dingen recht. Hier unsere (definitiv nicht abgeschlossene) Liste.

«Vergiss d'Sunnecreme nöd!»

Es wäre so schön gewesen, nur EINMAL in die Badi zu gehen, ohne dass Mama dich mit einer gefühlten Fünf-Zentimeter-Schicht mit Faktor 50 einschmieren musste. Aber wenn du heute nach dem Böötlen und Bräteln mit einem krebsroten Kopf und Nacken nach Hause kommst und dich tagelang die Schmerzen plagen, denkst du reumütig: Hätte ich bloss auf dich gehört, Mama.

«Das Tattoo/Piercing wirsch du mol bereue!»

Niemals wirst du dein «Conny & Nathi BFF 4evaa», dein «I love you Justin», oder dein «Born to be wild»-Tattoo bereuen, denn DAS IST DEIN LEBENSMOTTO! Heute hast du von deinem «BFF» Conny vor sechs Jahren zum letzten Mal einen Facebook-Post geliket, Justin Bieber hängt nicht mehr als Poster in deinem Zimmer und achteinhalb Stunden im Büro zu arbeiten, ist mässig «wild». Auch dein aus Rebellion gestochenes Zungenpiercing hast du schon vor Jahren zuwachsen lassen.

Diese Menschen hätten besser auf ihre Mutter hören sollen:

«Wäsch dini Händ!»

Wenn nicht durch Mama hast du es nun spätestens durch das Coronavirus gelernt: Hände waschen ist wirklich wichtig und nicht nur eine von Mutters Ausreden, damit du die schönen weissen Tischsets nicht mit deinen Schmutzpfoten verdreckst. Mama konnte Corona schon, bevor es Corona gab.

«Gang doch nochli veruse!»

Jetzt kannst du es ja: den ganzen Sonntag vor dem Fernseher rumgammeln. Es kommt keine Mutter, die dir die Fernbedienung wegnimmt oder dir ein schlechtes Gewissen macht. Was du aber nicht in 1000 Jahren geahnt hättest: Das schlechte Gewissen machst du dir nun selbst. Wie schlecht fühlst du dich, nachdem du einen ganzen Tag nur in die Röhre geguckt hast? Eben. Hat dein schlechtes Gewissen die Stimme deiner Mutter? Hör nächstes Mal genau hin...

«Kei Schoggi ufem Sofa esse!»

Endlich dein eigenes Zuhause, deine eigenen Möbel, deine eigenen Regeln! So fühlte sich Ausziehen an. Genüsslich isst du Chips, Popcorn und Schoggi vor dem Fernseher. Ist ja jetzt DEIN Sofa. Dass es deins ist, merkst du auch, wenn du «Schokoladenflecken entfernen Sofa» googelst und die Rechnung bei der chemischen Reinigung bezahlst. Und beim Bezahlen hörst du nicht das Piepen, sondern die Stimme deiner Mutter: «I has doch gseit.»

«Legg di wärmer ah, susch verchältisch di»

Mai + Sonne = Sommer! Darum brauchst du auch keine Jacke. Auch wenn du erst spät nach Hause kommst, es ist ja warm. Wenn du dann schlotternd nach Sonnenuntergang mit dem Velo nach Hause fährst und deine Nase die nächsten Tage läuft, fallen dir die Worte deiner Mutter ein. Wer erinnert sich auch noch an das Lieblingswort von Mama in Frühling und Herbst? Genau, «Zwiebelschalenprinzip».

Du nach einem wunderschönen «Sommertag».

© Imago

«Gang doch no ufs WC!»

Du konntest es kaum erwarten, endlich auf den Spielplatz loszurasen, aber als du schon (nach dem Zwiebelschalenprinzip) eingepackt warst, erinnerte dich deine Mutter stets daran, vielleicht noch schnell aufs WC zu gehen. Jetzt als Erwachsener ignorierst du diese Stimme meist, da du ja auch so auf die Fussballtribüne oder in den Kinosaal darfst. Und gerade dann, wenn es zu einem entscheidenden Freistoss oder zu Ryan Goslings nacktem Oberkörper kommt, drückt deine Blase massiv und pulsiert im Rhythmus mit Mamas Worten: «Han-gseit-gang-doch-no-ufs-WC.»

«Wenn du gross bisch, wirsch du das vestoh!»

Nie wirst du verstehen, warum Mama immer so nervt, nie wirst du so werden wie sie, nie, nie, nie! Das hast du dir damals mit 16 Jahren hoch und heilig geschworen und verachtend mit den Augen gerollt, wenn deine Mutter dir gesagt hat, dass du «das» schon alles mal verstehen wirst, wenn du gross bist. Jetzt bist du gross und du verstehst alles.

Darum wäre heute ein guter Zeitpunkt, um deine Mutter anzurufen und zu sagen: «Mama, du hattest recht. Immer. Vielen Dank für deine Ratschläge, ich liebe dich dafür.»

In welchen Punkten hatte deine Mutter auch noch recht? Schreib es in die Kommentare!

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 9. Mai 2021 07:58
aktualisiert: 9. Mai 2021 07:58