Gute Fahrt

Essen, streiten oder trinken: Diese 6 Bustypen nerven

Krisztina Scherrer, 9. August 2021, 07:00 Uhr
Bist du eigentlich schon mal Bus gefahren und hast dabei keine Musik gehört? Dann solltest du das auf jeden Fall tun. Oder Moment, vielleicht lieber doch nicht. Hier die sechs nervigsten Szenen direkt aus den öffentlichen Verkehrsmitteln.
Fast keine Leute am Bahnhof = Freie Sitzwahl.
© St.Galler Tagblatt / Ralph Ribi

Kopfhörer rein, zur Bushaltestelle laufen, Bustüre geht auf – hinsetzen. 20 Minuten später: Aufstehen, Bustüre geht auf, Kopfhörer raus – ab ins Büro. Das Ganze fünf Mal in der Woche. Und wenn du dich im Bus umschaust, merkst du: Ich bin nicht die einzige mit Tunnelblick und den Kopfhörern in den Ohren. Oder wie ich es gerne nenne: Im «sprecht und schaut mich ja nicht an!»-Modus. An diesem Ritual ist auch nichts falsch. Nur, wer die Kopfhörer drin hat, verpasst so viel. Sooo viel. Zum Beispiel die sechs Bustypen aka die sechs unangenehmsten Sachen, die im Bus passieren können.

#1 Der Telefonierer

Zurückhaltend und unauffällig. So zeigen sich die meisten Pendler in Bussen oder Zügen. Ja niemand will negativ auffallen. Telefonieren ist etwas, das gar nicht geht. Wer will schon die Öffentlichkeit an seinem Privatleben teilhaben lassen? Offenbar niemand und doch einige. «Vergiss nicht die Türe zu schliessen, wenn du rausgehst», «Was läuft da eigentlich zwischen Jakob und Vanessa?», «Oh mein Gott, er ist so peinlich, hast du sein Foto auf Instagram gesehen?».

#2 Bekannte treffen

Wie gesagt, die meisten Pendler wollen beim Busfahren für sich sein. Das Unangenehmste, was dir dann passieren kann, ist auf einen Bekannten zu treffen. Du willst eigentlich einfach nur die Busfahrt überstehen und da steht dieser Typ, der Freund einer Freundin. Du kennst ihn nicht so gut, aber zu gut, um nicht «Hallo» zu sagen. Das Beste, was in diesem Moment passieren kann: Er sieht dich nicht und du kannst «vorbeisneaken». Das Schlimmste: Er erkennt dich und du nimmst höflichkeitshalber neben ihm Platz und sagst «Hallo». Dann sitzt ihr nebeneinander und es ist unangenehm still. Bis einer fragt: «Na? Auch auf dem Weg zur Arbeit?»

#3 Herr und Frau Chifler 

Herr und Frau Chifler können, je nach Stimmung, amüsant oder nervig sein. Ich bin für Ersteres. Denn so zurückhaltend die meisten im öffentlichen Verkehr sind, gibt es wohl auch Streitereien, die so wichtig sind, dass sie zwischen den Haltestellen Bahnhof und Marktplatz ausgetragen werden müssen. Diskutieren und debattieren mit vorgehaltener Hand, weil dann doch nicht jeder im Bus alles hören soll. Dieser Streit geht sicher gut aus...

#4 Essen

Zugegeben, bei Punkt vier kommt es nicht drauf an, ob du nun Kopfhörer in den Ohren hast oder nicht. Aber Leute, die Pizzas und Fastfood-Frass mit den öffentlichen Verkehrsmitteln transportieren und noch schlimmer: Auch im Bus verzehren. Die gehören aus dem Bus rausgeschmissen. Für was gibt es Lieferdienste oder Restaurants?

#5 «Platzsperrer»

Uach. Die mühsamste Sorte von Pendlerinnen und Pendler. Da ist mir jedes Salami-Konblauch-Brötli lieber. Zur Erinnerung, so geht das Sitzen im Bus: Bei einem freien Zweierplatz nimmst du den, der näher beim Fenster ist. Bei einem freien Viererplatz nimmst du ebenfalls einen der beiden Plätze am Fenster. Und wichtig: Den Rucksack oder die Tasche kannst du gut auch auf den Schoss nehmen. Danke. Tschüss.

#6 Partygäste

Egal ob sie gerade vom Ausgang kommen oder in den Ausgang gehen: Gruppen mit Dosenbieren oder sonstigen alkoholischen Getränken nerven. Sie riechen, sind laut... Und wenn du ehrlich zu dir bist, würdest du am liebsten mit ihnen feiern. Aber du bist auf dem Weg zur Arbeit. Naja, wenn du dann die Alkoholleichen siehst, die am Morgen auf dem Nach-Hause-Weg sind, bist du doch froh, schnarchst nicht du, sondern jemand anderes im Bus.

Vielleicht sind genau diese sechs Bustypen und nicht der neuste Hit von Lil Nas X ein Grund, weshalb wir uns Kopfhörer in die Ohren rammen. Doch ab und an lohnt es sich wirklich, die Dinger aus den «Lauschern» zu ziehen. Du erlebst, was um dich herum passiert, und kommst vielleicht sogar mit anderen ins Gespräch. Und seien wir ehrlich, etwas vom Schlimmsten, das im Bus passieren kann, ist immer noch: Jemand spricht dich an, du hörst ihn wegen der Kopfhörer entweder gar nicht, antwortest zu laut oder deine Airpods lassen sich nicht auf das erste Mal doppelt antippen ausschalten. Es entsteht ein Wirrwarr und das alles, weil du auf der Jacke deines Sitz-Gspänlis hockst. Gute Fahrt.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 9. August 2021 07:00
aktualisiert: 9. August 2021 07:00
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