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Autor erlebt Horror in Waldhütte

Nina Müller, 31. März 2019, 11:13 Uhr
Autor Tom Taylor wollte eigentlich ein paar Tage in einer Waldhütte verbringen, um in Ruhe schreiben zu können. Doch die Waldhütte entpuppt sich als wahres Horrorhaus – sofern man Taylors Tweets Glauben schenken will.
Schenkt man den Tweets von Tom Taylor Glauben, spuckt es in diesem Waldhüttchen.
© Twitter/TomTaylorMade

Eine Geschichte, die von Klischees nur so strotzt: Marvel und DC Comics-Autor Tom Taylor hat sich für einige Tage vorgenommen, abgeschottet in einer Waldhütte Geschichten zu schreiben. Doch es scheint, als ob der Schriftsteller nicht alleine in dem Hüttchen ist. Auf Twitter berichtet er von gruseligen Ereignissen.

Alles begann mit einem Windspiel. Nachdem es in der Nacht stundenlang stürmte (und kein Windspiel zu hören war), ertönte um halb 6 Uhr morgens das Windspiel auf der Veranda.

Komische Geräusche

Er schreibt, dass er eigentlich ins Bett gehen wollte, doch mit der Zeit war er so genervt vom Lärm des Windspiels, dass er in Socken auf die Veranda ging, um es abzuhängen. Kaum aus der Tür heraus, knallte diese mit voller Wucht zu und im Gebüsch höre er komische Geräusche.

Noch ist Tom sicher, dass alles nur Einbildung ist. «Jetzt muss ich über mich selber lachen, wie sehr ich mich erschrocken habe», schreibt er und postet dazu ein Foto von der Hütte.

Schock wegen Gruppe von Joggern

Direkt nachdem er das Foto gemacht habe, habe er einen Blitz gesehen – der nicht von seinem Handy kam. Dann blendet ihn etwas ins Gesicht: eine Gruppe Menschen mit Stirnlampen. «Und ich bin gerannt und auf meinen Socken ausgerutscht», schreibt Tom.

«Ich habe ganz sicher das Windspiel getreten. Ich bin durch die Tür gerannt und habe sie abgeschlossen.» Ein wenig später kommt Taylor zum Schluss, dass es sich um Jogger gehandelt haben muss.

Kurze Zeit später folgt ein Update: Taylor höre das Windspiel erneut, obwohl er sicher sei, dass es nicht mehr hängt. Hinzu komme, dass seine Schlafzimmertür mit einem lauten Knall aufgeschlagen wurde. Als er die Türe schliessen wollte, fiel der Türknauf ab. Darauf folgte der nächste Horror-Klassiker – merkwürdige Klopfgeräusche, die stellenweise lauter werden.

Ein unbestelltes Paket

Nach einer gruseligen Nacht, wird Taylor von einem Knall geweckt. Dann hört er, wie jemand gegen die Türe der Hütte schlägt. «Paket!», ruft ein Mann, doch Tom hat nie ein Paket zur Hütte bestellt. Er hat solche Angst, dass er dem Mann die Türe nicht öffnen will. Er solle das Paket bitte vor die Tür legen. Als er diese öffnet, liegt neben dem Paket das Windspiel am Boden...

Teddybär des Grauens

Wer denkt, bis jetzt ist es unheimlich, sollte besser nicht weiterlesen. Im Verlauf des Tages findet Taylor nämlich komische Bücher wie «Dieses Haus ist verflucht» und «Massenmörder». Auf einem Foto, sieht man im Hintergrund, wie ein Teddybär in das Haus hineinschaut.

Nach einer Nacht, erfüllt mit Klopfgeräuschen und einem nicht angeschlossenen Fernseher der flimmert, folgt am nächsten Morgen der nächste Schock: Die Schaukel im Garten bewegt sich wie von Geisterhand.

Unheimlicher Mechaniker

Später kommt ein Mann vorbei, der die kaputte Telefonleitung reparieren möchte. Widerwillig lässt Taylor den Mechaniker in die Hütte. Nachdem der Mann wieder gegangen ist, stellte Taylor fest, dass es gar keine Leitung gibt. Es folgt eine weitere Nacht des Grauens: Wieder hört Taylor das Windspiel. Als er nach draussen geht, um nachzuschauen, bewegt sich die Schaukel schon wieder.

Teddybär des Grauens; die Zweite

Dann fällt klassischerweise der Strom aus. Taylors Twitter-Follower stellen alle möglichen unheimlichen Theorien auf und drängen ihn, das Paket zu öffnen, welches er am Dienstag erhalten hatte. Darin befindet sich ein Brief von den Hausbesitzern: «Wir freuen uns, dass du in unserer Hütte übernachtest. Unsere Tochter hat immer gerne hier gespielt. Bitte gib ihr das, wenn du sie siehst.» Mit «das» ist ein Plüschteddybär gemeint, der sich ebenfalls im Paket befand.

Das ist dann selbst für den Autor zu viel. Es folgen wirre Videos in der Dunkelheit. Dann steig er in sein Auto, fährt an den Strand und wirft das Paket ins Meer.

Darauf folgt der Höhepunkt von Taylors persönlichem Horrorfilm: Als er zur Hütte zurückkehrte, findet er auf dem Stuhl der Veranda das tropfnasse Paket, dass er kurz zuvor im Meer versenkte. Der Post ist mittlerweile schon über 12 Stunden alt und seither hat sich Tom Taylor nicht mehr auf Twitter gemeldet..

Fake oder wahre Horrorstory? Mit seiner Gruselgeschichte beweist Taylor auf jeden Fall, dass er beruflich am richtigen Ort ist.


Nina Müller
Quelle: nm
veröffentlicht: 30. März 2019 09:08
aktualisiert: 31. März 2019 11:13