Rezepte

Das grosse Reste-Essen nach Weihnachten

René Rödiger, 27. Dezember 2020, 15:59 Uhr
Aus Resten vom Weihnachtsessen kann man Leckereien zaubern
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Da haben wir ein paar Tage richtig schön geschlemmt – doch von allem bleibt immer etwas übrig. Hier kommen unsere Reste-Rezepte für den Reste-Schmaus.

Wir gehen bei unseren Rezepten davon aus, dass du schon noch einige Grundnahrungsmittel zu Hause hast. Und im Optimalfall sogar noch ein paar Reste vom Raclette, Fondue Chinoise oder dem Braten. Alle Rezepte sind für eine bis zwei Personen.

Senf-Rahm-Sauce

Teigwaren, Reis oder Kartoffeln hast du sicher noch irgendwo. Diese schmecken ausgezeichnet an einer Senf-Rahm-Sauce. Du brauchst dazu:
2 Zwiebel
1 Esslöffel Mehl
2 Esslöffel Öl
60 ml Rahm
2-3 Esslöffel Senf, im Optimalfall hast du sogar Dijonsenf

Pfeffer und sonstige Gewürze

Die Zwiebel fein schneiden und mit Mehl bestäuben. Die Zwiebeln im Öl goldig anbraten. Mit 1,5 dl Wasser und dem Rahm ablöschen und aufkochen lassen. Fünf Minuten köcheln lassen (nicht zu stark!). Senf in die Sauce rühren und gut würzen. Je nach gewünschter Konsistenz mehr Rahm oder mehr Mehl (am besten mit einem Sieb darüber stäuben, sonst verklumpt es) dazu. Fertig!

Herdöpfelsalat

Den Herdöpfelsalat kannst du natürlich mit ein bisschen Fleischresten kombinieren. Auch ein Würstchen passt gut dazu. Oder einfach so geniessen.
500 g Kartoffeln (gekocht)
1 gekochtes Ei
1/2 Zwiebel
Viel Essiggürkli
Salz
Pfeffer
Öl

Essig

Die Kartoffeln und das Ei schälen und klein schneiden. Die Zwiebel und die Essiggürkli auch klein schneiden. Alles in eine Schüssel, Salz, Pfeffer und Öl dazu und gut mischen. Jetzt kommt der Clou: Ein paar Esslöffel vom Essiggemisch aus dem Essiggürkliglas darunter mischen. Wenn das alles fertig ist, kannst du noch mit normalem Essig nachwürzen. Voilà!

Pizza

Pizza geht immer. Und ist eine wunderbare Grundlage, um alle möglichen Reste zu verwerten. Für den Belag hast du sicher noch ein bisschen Tomatensauce und Reibkäse zu Hause. Funktioniert aber auch ohne.

300 g Mehl
1-2 Esslöffel Öl
1 Pack Backpulver oder ein bisschen Hefe (etwa 10 Gramm)
1 dl Milch

1 Messerspitze Salz

Ja, das Rezept ist nicht grad traditionell. Aber funktioniert. Mehl, Salz und Backpulver (oder aufgelöste Hefe) in eine Schüssel und dann ganz langsam die Milch und das Öl darunter mischen. Am Schluss sollte es einen schönen Teig geben, den du ausrollen und belegen kannst. Nimmst du Hefe, brauchst du weniger bis keine Milch, musst den Teig dafür vor dem Ausrollen noch ca. 2 Stunden an der Wärme stehen lassen.

Knödel

Die Knödel passen super zu Sauerkraut aber auch zu einer herzhaften Suppe. Oder einfach so.

Altes Brot (am besten drei Semmeli, sonst vergleichbare Menge)
1,25 dl Milch
1 Ei
Fleischresten
1 Zwiebel
Peterli oder Schnittlauch
Salz & Pfeffer

3 El Mehl (Weizenmehl)

Altes Brot in kleine Stückchen schneiden und in eine grosse Schüssel. Milch und Ei über die Brotwürfeli und gut rühren. Es sollte eine schöne Masse geben. Jetzt die Wurststückli oder den Speck oder sonst Fleischreste mit der gewürfelten Zwiebel dazu geben. Falls du hast, kannst du auch noch Peterli und/oder Schnittlauch dazu mischen. Pfeffer und Salz dran. Mehl (im Optimalfall Weizenmehl) dazu und mit angefeuchteten Händen gut mischen. Die Masse sollte gut formbar sein und nicht zu fest werden. Vier bis fünf Knödel daraus formen. Einen gut gefüllten Topf mit Bouillon zum kochen bringen. Sobald das Wasser kocht den Topf von der Platte ziehen. Die Knödel rein geben und rund 15 Minuten ziehen lassen.

Gemüse-Nudeln

Das ultimative Reste-Menü. Nudeln kochen und dann Lauch (oder Zwiebeln), klein geschnittenes Rüebli, sonstiges Gemüse und vielleicht sogar Fleischresten zusammen mit den Nudeln in eine Pfanne und gut ankochen. Einfach so lange, bis das Gemüse gerade schön bissfest ist. Das Menü kann danach beliebig gewürzt, ein Ei drauf, mit Ketchup übergossen oder sogar mit Käse drauf überbacken werden.

Tomatensauce

Eine unglaublich gute und doch einfach gemachte Tomatensauce. Passt zu fast jedem Gericht.

1 Knoblauch gehackt
1 Kleine Zwiebel gehackt
Olivenöl
1 Teelöffel Mehl
200 ml Tomatenpurée
100 ml Rotwein
40 ml Bouillon
Salz
Pfeffer

Chilipulver

Olivenöl erhitzen und Knobli und Zwiebel rein. Nach ein paar Minuten (die Zwiebeln sollten nur glasig werden und nicht angebraten), die Pfanne vom Herd nehmen und die Mischung mit Mehl bestäuben. Wieder auf den Herd, Tomatenpurée rein, mischen und etwa 15 Minuten bei tiefer Temperatur kochen lassen. Bouillon, Rotwein, Salz, Pfeffer und Chilipulver rein, mischen und nochmals mindestens 15 Minuten kochen lassen.

Quiche

Hast du noch einen Fertigteig im Tiefkühler? Egal ob Mürbeteig oder Blätterteig, mit diesem Rezept gelingt dir die Quiche.

250 g gewürfelter Speck (oder Schinken, oder Wienerli, oder...)
150 Gramm Reibkäse
120 ml Rahm
123 ml Milch
3 Eier
2 Zwiebeln
Lauch
Salz

Pfeffer

Zwiebeln gewürfelt mit dem Fleisch und dem geschnittenen Lauch in einer Pfanne anbraten. Abkühlen lassen und in eine Form mit dem Teig drin geben (Teig sollte einen Rand haben, sonst läuft dir alles drüber). Rahm, Milch, Eier und Käse mischen und würzen. Einfach über die Masse auf dem Teig giessen. Rund eine halbe Stunde bei 200 Grad in den Ofen. Die Quiche ist dann gut, wenn du mit einem Messer reinstechen kannst und nichts mehr daran klebt.

Toast

Toast sollte man eh immer im Tiefkühler haben. Für Mitternachtssnacks und so. Dann kann man zum Beispiel noch Essiggurken, eingelegte Tomaten, die restlichen Pilze vom Raclette drauf legen, das Ganze mit Käse belegen und in den Ofen damit. Schnell und unglaublich gut!

René Rödiger
Quelle: rr
veröffentlicht: 26. Dezember 2018 10:45
aktualisiert: 27. Dezember 2020 15:59