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Diese Nachbarn nerven am meisten

Nina Müller, 6. April 2019, 06:52 Uhr
Frühlingszeit ist bekanntlich auch die Zeit, in der viele Leute umziehen. Neue Wohnung – neues Glück, heisst es. Das gilt aber nicht immer für alle Beteiligten. Neue und alte Nachbarn können nämlich ganz schön nerven.
Das ist Nachbar Peter. Nachbar Peter winkt immer freundlich. Er beginnt aber auch um 7 Uhr mit der Gartenarbeit. Danke für nichts, Nachbar Peter!
© iStock

Du schaust gerade die dritte Folge am Stück deiner Lieblingsserie als du erschrocken auf die Uhr blickst: Schon halb 1 Uhr in der Nacht. Dann fällt dir ein, dass du ja morgen frei hast und ausschlafen kannst. Du gönnst dir also mit ruhigem Gewissen noch eine Folge. Leider hast du diese Rechnung ohne deine Nachbarn gemacht. Die sind nämlich samt Rasselbande schon um 7 Uhr morgens wach, rennen frisch fröhlich durch die Wohnung und hören dazu laut Radio. Du ziehst dir genervt dein Kopfkissen über das Gesicht und schickst Flüche in den oberen Stock.

Ein rücksichtsvolles Miteinander ist so ziemlich in jedem Bereich des Lebens angenehmer als die 13 Typen, die wir freundlich die «13 nervigsten Nachbarn» nennen:

1. Die Spitzenköche

Kochen macht vielen Leuten Spass. Ein wenig pröbeln, etwas Neues ausprobieren und dann etwas Feines selbst gekochtes auf dem Tisch haben, bereitet Freude. Weniger Freude bereitet der Geruch, der den Hausgang füllt. Jeden Abend. Mega penetrant. Mit viel Knoblauch. ?

2. Der Müllsünder

Ziggistummel vor dem Eingangsbereich und leere Dosen auf dem Rasen. Es gibt tatsächlich Leute, die auch ihr Eigenheim ohne Probleme zumüllen können. Irgendjemand räumt es dann schon weg. Dass Tiere und Kinder einen Zigarrettenstummel auflesen und in den Mund nehmen könnten, interessiert diese Art von Mensch nicht. Müllsäcke werden auch gerne drei Tage vor Abholung der Müllabfuhr raus gestellt. In der Wohnung würde es ja sonst stinken.

3. Der Partyplaner

Ein gemütliches Zusammensein mit den Freunden im eigenen Heim veranstaltet jeder mal gerne. Der Partyplaner veranstaltet so ein Beisammensein jedes Wochenende und es ist auch nicht gemütlich sondern laut. Der Hausgang wird zum Raucherbereich umgewandelt und du darfst bis 2 Uhr nachts die «besten» Hits aus den 80er mithören.

4. Der Pensionierte

Alte Menschen haben bekanntlich nicht mehr so einen langen und guten Schlaf wie junge Leute. Deshalb gehen viele früh schlafen und stehen dementsprechend zeitig auf. Pensionierte nutzen diese Zeit dann, um Alltagsdinge zu erledigen. Zum Beispiel Gartenarbeit. Dass die Laubsäge um 7 Uhr morgens ein «bizeli» nervig ist, vergessen die guten Damen und Herren regelmässig.

Dieser Rentner ist glücklich bei der Gartenarbeit. Seine Nachbarn sind wahrscheinlich nicht so glücklich darüber. (Bild: iStock)

5. Der Kinderhort

Ja, ja die lieben Kleinen. Momente, in denen sie zu kleinen Teufelchen mutieren, kennen wohl alle Eltern. Auch Nachbarn dürfen in den Genuss der Folgen so einer Mutation kommen, wenn beispielsweise Geschwistern anfangen zu streiten und in der Wohnung oberhalb die Hölle ausbricht. Ein ebenfalls geschätzter Moment ist, wenn Ursli wieder mal den ganzen Kindergarten zu sich nach Hause eingeladen hat und es so richtig Rambazamba gibt.

6. Der Zuhälter

Gehen bei deinem Block die Frauen ein und aus? Dann wohnt mit grosser Wahrscheinlichkeit ein Playboy oder Zuhälter in deinem Wohnhaus. Hier empfehlen wir, das ganze positiv zu sehen. Lade doch mal eine der Damen auf einen Kaffee ein, vielleicht entsteht ja eine Freundschaft.

7. Die freiwillige Blockpolizei

Einige Leute sind scheinbar nur zufrieden, wenn sie etwas zum Nörgeln haben. Sei es, dass um 22.01 Uhr noch Musik läuft oder jemand die Zeitungen einen Tag vor der Sammlung vor die Haustüre stellt. Finken und Schuhe gehören übrigens nicht in den Gang sondern in die Wohnung. Und wehe dir, das Baby schreit mal oder der Hund bellt...

8. Der Handwerker

«Tock, tock, tock! Tock, tock, tock!» Wer wird schon nicht gerne von einem unregelmässigen Hämmern geweckt? Oder vom wohligen Geräusch einer Kettensäge? Richtig, niemand. Deshalb, lieber Hobbyhandwerker, reduziere doch deine Schreinerarbeiten auf ein Minimum. Messi.

9. Die Elefantenherde

Es gibt Leute, die können einfach nicht normal laufen. Entweder sind ihre Fersen extrem schwer oder sie haben so einen Stress, dass sie durch ihre Wohnung rennen. Das hört sich dann an, als ob eine Elefantenherde oberhalb eingezogen ist. Was viele Menschen nicht wissen ist, dass die Schallemission durch Stampfen besonders breitbandig und impulshaft ist. Deshalb helfen Kopfkissen überziehen und Oropax leider rein gar nichts.

10. Der Hausbesitzer

Ihm gehören alle Besucherparkplätze, der Eingangsraum des Hochhauses und natürlich auch alle leerstehende Kellerräume. Falls mal ein Paket nicht ankommt, empfehlen wir, zuerst bei diesem Nachbarn zu klingeln.

11. Der Musiker/DJ

Schön ist es, wenn du selber gar keine Musik einstellen musst, weil dein Nachbar das für dich erledigt. Oder wenn er zum 20. Mal die erste Strophe von «Für Elise» auf dem Klavier wiederholt. Das ganze findet in Konzertlautstärke statt. Jeden Abend.

12. Der Waschmaschinenrebell

Um 22 Uhr ist Schluss mit Waschen? Nicht für den Waschmaschinenrebell. Es gibt eine Liste, in die man sich zum Waschen eintragen muss? Der Waschmaschinenrebell wäscht, wann es ihm danach ist. Gewaschene, nasse Wäsche aufhängen? Rebellisch wirft er die sauberen Klamotten einfach neben die Maschine. Waschpulver-Rückstände entfernen? Kann ein anderer machen! Und ein Waschgang kann natürlich auch locker mal 12 Stunden andauern. YOLO!

13. Der ewige Zügler

Hier nehmen wir uns einer ganz speziellen Art von Mensch an. Offensichtlich können sie sich einfach nicht entscheiden, wo ihre Möbel stehen sollen. Deshalb werden sie täglich aufs Neue verschoben. Ununterbrochen. Mega laut. UND MEGA NERVIG!!

Falls du dich in mehr als zwei Punkten wieder erkennst, ziehe doch bitte in ein Einfamilienhaus.


Nina Müller
Quelle: nm
veröffentlicht: 6. April 2019 06:43
aktualisiert: 6. April 2019 06:52