Layla-Jodel-Hit

«Jetzt habe ich glatt ein Tränchen verdrückt, so schön war das anzuhören!»

Lea Hilff, 28. September 2022, 10:39 Uhr
Die Jodel- und Schwyzerörgeli-Version vom umstrittenen deutschen Hit «Layla» geht zurzeit durch die Decke. Das Video auf Tiktok wurde bereits über zwei Millionen Mal angeschaut. Die User auf Social Media sind überwältigt – gar zu Tränen gerührt.

Quelle: PilatusToday/Elena Hirt

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«Hammmmmmer – der pure Wahnsinn. Würde ich sofort als Weckton machen», schreibt ein User auf Tiktok. Dass sich Jemand – abgesehen vielleicht von einem Junggesellenabschied auf Ibiza – vom deutschen Hit «Layla» wecken lassen würde, mag überraschend kommen. Eine neue Schweizer-Version wirft diese Gedanken über den Haufen:

Es war wortwörtlich eine «Kaffeeschnaps-Idee» – Zusammen mit zwei Freunden und einem Kaffeeschnaps in der Hand hat der Entlebucher Hobbymusiker Adi Zurkirchen diese Jodel-Version des deutschen Party-Hits aufgenommen und auf Tiktok geladen. Das Video geht viral und innerhalb von wenigen Tagen wurde der Clip bereits über zwei Millionen Mal angeschaut. So landet die Schweizer Version auch beim Produzenten des Originals.

«Geil gemacht»

Das kommentiert der deutsche Produzent Schürze unter Adi Zurkirchens Post auf Instagram. Und teilt das Video auch auf seinem Kanal mit der Überschrift «Wenn Layla bei Heidi auf besuch war». Es wird noch besser: «Er hat dann eine Sprachnotiz geschickt und gesagt, dass es vielleicht infrage komme, etwas mit mir zu machen. Dies müsse zuerst aber noch mit dem Produzenten besprochen werden. Versprechen könne er aber nichts», erzählte Adi Zurkirchen im Interview. Die Community würde es freuen. Denn Kommentare wie dieser häufen sich: «Jo also das sollte man im Studio aufnehmen», schreibt ein User.

«Gänsehaut…was da los?»

Während zur originalen Party-Mucke von DJ Robin und Schürze wild auf Festbänken getanzt wird, lädt die Schweizer Version fast schon zum Verweilen ein. Oder wie ein User auf Tiktok schreibt: «Wie beruhigend ist das bitte! Sehe das so während idyllischen Panoramaaufnahmen im TV schon vor mir». Einem weiteren User geht Adi Zurkirchens Version unter die Haut: «Gänsehaut am ganzen Körper». Ein dritter kann seine Emotionen nur schwer zurückhalten: «Jetzt habe ich glatt ein Tränchen verdrückt, so schön war das anzuhören!».

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Layla polarisiert und politisiert

Für Emotionen hat auch die Originalversion, die im März 2022 veröffentlicht wurde, gesorgt. Jedoch waren diese nicht nur positiv. Weil der Songtext sexistisch sei, verbannten ihn deutsche Radiostationen aus dem Programm. Auch in der Schweiz wollte die Juso den Song aus den Clubs verbannen. Rechts steuerte dagegen; die Junge SVP startete im Juli eine Aktion. Sie wollte mit dem Party-Hit die Schweizer Hitparade stürmen. Gesagt getan, für vier Wochen dominierte Layla die Hitparade in der Schweiz.

Quelle: TeleZüri

Aber zurück zur Jodel-Version:

Die Idyllischen Schwyzerörgeli-Klänge lassen den Songtext fast schon poetisch klingen. Und Adi Zurkirchen wird nur so mit Lob überschüttet. «Ich war absolut baff und konnte es fast nicht glauben. Es ist absolut genial, dass ein Schwyzerörgeler eine solche Aufmerksamkeit bekommt», sagt er im Interview. Und mit seiner Neuinterpretation scheint er den Stein ins Rollen gebracht zu haben; «Eine Heavy-Metal-Version wäre mal cool», schreibt ein User.

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 28. September 2022 09:39
aktualisiert: 28. September 2022 10:39