Diese Frau soll 007 lustiger machen

René Rödiger, 17. April 2019, 07:26 Uhr
Auch wenn die James-Bond-Filme immer leicht ironisch sind, wirklich lustig sind sie nie. Der neue 007 soll aber so trocken sein, dass jetzt eine Komödienschreiberin an Bord geholt worden ist.

Ein harter Geheimagent hat wenig zu lachen. Das gilt selbstverständlich auch für James Bond. Natürlich haben gerade Roger Moore oder auch Pierce Brosnan den Agenten gerne mal mit einem Augenzwinkern gespielt, beim aktuellen Bond Daniel Craig ist es wieder einiges ernster geworden.

Offenbar zu ernst. Daniel Craig selbst soll laut dem «Observer» nach Phoebe Waller-Bridge gefragt haben. Waller-Bridge ist in England ein ziemlicher Star und zeichnet sich verantwortlich für die Drehbücher der erfolgreichen BBC-Serie «Fleabag», wo sie auch selbst mitspielt.

Mehr Situationskomik

Die vergangenen Wochen war Waller-Bridge in New York, um in der Bühnenversion von «Fleabag» mitzuspielen. Dort hat sie sich mehrmals mit Craig, der in New York lebt, getroffen und über das Drehbuch zu «Bond 25» unterhalten. Craig sei der Meinung, dass es im neusten 007-Abenteuer mehr Witz und komische Situationen geben soll.

Phoebe Waller-Bridge wäre erst die zweite Frau, die an einem Bond-Drehbuch beteiligt ist. Johanna Harwood, zuerst Sekretärin des ersten Bond-Produzenten Harry Saltzman, half bei den Scripts zu «Dr No» und «From Russia With Love».

Ein langer Weg zum Drehbuch

Bei den Vorbereitungen zum neuen Bondfilm mit dem Arbeitstitel «Shatterhand» hat es schon mehrere Probleme gegeben. Ursprünglich sagte Daniel Craig, er würde «lieber seine Pulsadern aufschneiden» als nochmals Bond zu spielen. Ein paar Millionen später sagte er dann doch noch zu.

Dann weigerte sich Regisseur Sam Mendes («American Beauty», «Skyfall», «Spectre»), nochmals einen Bond zu machen. 2017 wurde deshalb Danny Boyle («The Beach», «Slumdog Millionaire») an Bord geholt. Auch Boyle blieb nicht lange. Er bemängelte «kreative Differenzen». Auf ihn folgte Cary Joji Fukunaga. Neil Purvis und Robert Wade sollten das angefangene Drehbuch retten, sie haben schon bei den meisten früheren Bond-Filmen mitgeschrieben.

Filmstart erst im April 2020

Als im Februar 2019 das Drehbuch fertig sein sollte, wurde Scott Z Burns («The Bourne Ultimatum») angeheuert. Er sollte nochmals das Script überarbeiten. Natürlich wurden deshalb die Dreharbeiten immer wieder nach hinten geschoben.

Ursprünglich hätte der neue Bond diesen Oktober in die Kinos kommen sollen. Jetzt sprechen die Produzenten von einem Kinostart im April 2020.

René Rödiger
Quelle: rr
veröffentlicht: 17. April 2019 07:26
aktualisiert: 17. April 2019 07:26