«Dieses Museum ist ein Meilenstein»

Krisztina Scherrer, 4. Oktober 2018, 20:23 Uhr
Die Mosterei Möhl eröffnet das erste Schweizer Mosterei-und Brennereimuseum (MoMö). Das Museum präsentiert die Familiengeschichte und stellt das traditionelle Safthandwerk vor.

Modernität trifft auf Tradition: Wer an ein Mosterei-und Brennereimuseum denkt, erwartet kaum ein so modernes Gebäude wie es in Arbon bei der Mosterei Möhl steht. Die Eingangshalle ist grosszügig, hell und topmodern eingerichtet. Der Boden aus Beton, die Wände dunkel. Doch «Mostindien» ist trotzdem spürbar: Beim Eingang steht eine Bar, wo frischer Apfelsaft ausgeschenkt wird, gegenüber ist der «Saftladen», wo die Besucher Krüge, Säfte oder Apfelringli posten können.

Apfelsaft zum Erleben

«Dieses Museum ist ein Meilenstein. Wir können hier Apfelsaft, Äpfel und Cyder erlebbar machen und werden für die interessierten Leute zugänglicher», sagt Christoph Möhl, Leiter Marketing und Produktentwicklung.

Familientradition und Handwerk im Vordergrund

Am Anfang des Rundgangs lernt man die Familiengeschichte der Möhls kennen, die sich bis ins Jahr 1895 zurückverfolgen lässt. Wie Ernst Möhl in seiner Ansprache erzählt, war bereits sein Urgrossvater ein «Moster» mit Leib und Seele. Weiter geht es im «MoMö» mit der Obstverarbeitung und Saftherstellung, jeder Schritt ist detailliert erklärt und kann interaktiv erlebt werden. In der Ausstellung sind auch alte Maschinen, die zur Saftherstellung verwendet wurden, zu sehen. Diese kann man mit heutigen Techniken vergleichen.

Der aktuelle TVO-Beitrag zum Most-Museum:
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«Die Ausstellungsstücke sind von der Stiftung der Hochschule Wädenswil. Sie haben uns vor acht Jahren angefragt ob wir die Objekte haben möchten. Parallel wollten wir einen neuen Holzfasskeller bauen. So konnten wir diese zwei Sachen verbinden und unsere Marke erlebbarer machen», sagt Christoph Möhl.

«Im Holzfasskeller gefällt es mir am besten»

Der eindrücklichste Ort im «MoMö» befindet sich im Keller. Dort stehen die grössten ovalen Holzfässer der Schweiz, hergestellt aus Thurgauer Eichenholz. In einem einzigen Fass haben über 21'000 Liter Saft platz. Der Holzfasskeller ist auch der Lieblingsort von Christoph Möhl: «Es ist der ruhigste Ort in der ganzen Firma.»

«Wir hoffen, dass die Besucher immer wieder kommen»

Das «MoMö» soll vor allem für Leute aus der Region ein Ausflugsziel sein: «Für Aktivitäten mit Gästen vielleicht aus dem Ausland oder anderen Regionen. Wir hoffen auch, dass die Besucher immer wieder mal vorbeikommen, dafür haben wir einen Gastronomiebetrieb eingerichtet.»

Krisztina Scherrer
veröffentlicht: 4. Oktober 2018 17:35
aktualisiert: 4. Oktober 2018 20:23
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