56. Solothurner Filmtage

Digitale Solothurner Filmtage: höhere Reichweite als im Vorjahr

29. Januar 2021, 17:12 Uhr
Die 56. Solothurner Filmtage sind als Home-Edition über die heimischen Bildschirme gelaufen - die Stadt Solothurn blieb verwaist. Diese erste Online-Ausgabe hat die Reichweite des Festivals im Vergleich zu den analogen Ausgaben der Vorjahre deutlich erhöht.
© Keystone/PETER SCHNEIDER
Die erste Online-Ausgabe der Solothurner Filmtage ist seit Freitagmittag Geschichte: Mindestens 125'000 Zuschauerinnen und Zuschauer haben sich das Filmprogramm der 56. Ausgabe der Solothurner Filmtage angeschaut, teilten die Verantwortlichen mit.

In diese Zahl fliessen über 95'000 Fernsehzuschauerinnen und -zuschauer ein, die den Eröffnungsfilm «Atlas» von Niccolò Castelli auf einem der SRG-Fernsehsender gesehen haben, und weitere knapp 30'000 bezahlte Eintritte, die auf der Filmplattform des Festivals gebucht worden sind.

Noch nicht in den Zahlen enthalten sind die Eintritte zu den digitalen Schulvorstellungen sowie die Teilnehmerzahlen der digitalen Workshops, Filmgespräche und Preisverleihungen. Diese sollen laut der Mitteilung vom Freitag in den nächsten Tagen ausgewertet werden. Es lässt sich aber schon jetzt bilanzieren, dass die Reichweite der diesjährigen pandemiebedingten Home-Edition bedeutend höher war als etwa im Vorjahr: 2020 haben die Solothurner Filmtage insgesamt rund 66'000 Eintritte verzeichnet.

«Es ist uns also gelungen, die Sichtbarkeit des Schweizer Films auch in der Pandemie zu stärken», lässt sich Festivaldirektorin Anita Hugi in der Mitteilung zitieren. Hinzu kommt, dass die Webseite der Solothurner Filmtage - das digitale Festivalzentrum - seit Beginn am 20. Januar über 90'000 Besuche und mehr als 850'000 Seitenaufrufe zählte.

Frauen spielen starke Rolle

Inhaltlich zu den Höhepunkten der diesjährigen 56. Solothurner Filmtage zählen die Verantwortlichen die 32 Welt- und Schweizer Premieren von Schweizer Langfilmen und nicht zuletzt die beinahe hundert Filmgespräche und Online-Diskussionen, die mehrheitlich live aus Solothurn auf der Website übertragen wurden.

Zudem haben an der aktuellen Werkschau die Frauen eine starke Rolle gespielt. So sind die drei Hauptpreise an Spielfilme von drei Regisseurinnen gegangen. Insgesamt führten bei 41 Prozent der Langfilme und bei 36 Prozent der kurzen und mittellangen Filme Frauen die Regie.

Die Verleihung der Schweizer Filmpreise 2021 ist für den 26. März im Studio von RTS in Genf geplant; die Nominationen dafür wurden im Rahmen der aktuellen Filmtage bekannt gegeben. Und die 57. Solothurner Filmtage sollen im kommenden Jahr vom 19. bis 26. Januar stattfinden.

Quelle: sda
veröffentlicht: 29. Januar 2021 17:12
aktualisiert: 29. Januar 2021 17:12