Giacometti-Retrospektive in New York

8. Juni 2018, 12:42 Uhr
Wunderschön: Skulpturen von Alberto Giacometti in der Rotunde des Guggenheim-Museums in New York. Mit der gegenwärtigen Ausstellung kehrt der Bündner gleichsam zu seinen Anfängen zurück: Das Guggenheim war 1955 das erste Museum, das seine Werke ausstellte.
Wunderschön: Skulpturen von Alberto Giacometti in der Rotunde des Guggenheim-Museums in New York. Mit der gegenwärtigen Ausstellung kehrt der Bündner gleichsam zu seinen Anfängen zurück: Das Guggenheim war 1955 das erste Museum, das seine Werke ausstellte.
© Keystone/EPA/JUSTIN LANE
Das Guggenheim Museum in New York widmet dem Bündner Künstler Alberto Giacometti (1901-1966) eine grosse Retrospektive. Zu sehen sind ab Freitag fast 200 Werke, darunter Skulpturen von gestreckten, stehenden Frauen, schreitenden Männern und Porträts.

Auch Gemälde, Zeichnungen und Fotos werden präsentiert. Das Guggenheim hatte 1955 - damals noch in temporären Räumen - als erstes Museum weltweit Werke des Künstlers in einer Ausstellung gezeigt.

Die in der berühmten Rotunda ausgestellten Arbeiten zeigen, dass Giacomettis Werk weit über die gestreckten Figuren hinausgeht, für die er besonders bekannt ist. Er experimentierte mit kubistischen Methoden, entfernte sich dann aber vom Surrealismus und wandte sich klassischen Modellen zu.

In seiner Hochphase in den 1940er Jahren drückte er die Beklemmung und Angst der Menschen im Zweiten Weltkrieg aus. Sein Bruder und Assistent Diego posierte für ihn in seinem Pariser Studio, das er neben Aufenthalten in der Schweiz bis zu seinem Lebensende hielt. Befreundet war er mit Pablo Picasso, Simone de Beauvoir, Jean-Paul Sartre und Samuel Beckett.

Die Ausstellung «Giacometti» ist im Guggenheim Museum bis Mitte September zu sehen.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 8. Juni 2018 12:20
aktualisiert: 8. Juni 2018 12:42