Tourismus

Hallstatt wird mit «Frozen»-Fans nicht warm

7. Januar 2020, 17:39 Uhr
Hallstatt gilt als einer der schönsten Orte für Instagram-Fotos.
© Keystone/Archiv
Als kämen nicht schon genug Touristen nach Hallstatt. Rund um den Hype um den Disney-Film «Frozen» sollen es noch mehr werden, die den kleinen Ort mitten in Österreich überrennen. Der Bürgermeister will jetzt handeln.

Hallstatt ist ein kleiner Ort in Österreich, rund eine Autofahrstunde von Salzburg entfernt, wunderschön am Hallstätter See gelegen. Gerade einmal 778 Einwohner zählt das Dorf. Doch durch die schönen Gässchen zwängen sich weit mehr Menschen. Rund 10'000 Touristen täglich werden registriert. Sie kommen vorwiegend aus dem asiatischen Raum.

Wie kam es dazu? Gerüchten zufolge sei der Disney-Film «Frozen» («Die Eiskönigin») daran schuld. Das Königreich Ardendelle soll vom Unesco-Dorf Hallstatt inspiriert worden sein, berichten mehrere Medien in den USA und Grossbritannien.

Die Stadt Arendelle im Film «Frozen»

© Disney

Mehr Müll und Verkehr

Damit dürfte die touristische Belastung für das österreichische Dorf weiter steigen. Sehr zum Ärger der Einwohner, die mit massiv gestiegenen Preisen, viel mehr Müll und einer unglaublichen Verkehrsbelastung zu kämpfen haben.

So sehr das Dorf vom Tourismus auch profitiert, irgendwann ist genug. Der Bürgermeister will jetzt die Touristenströme in der «Most Instagrammable Town In The World» eindämmen.

Taxe für die Busse

Ab Anfang Mai sollen täglich nur noch 54 Busse den Ort anfahren dürfen, im Vergleich von heute bis zu 80 und mehr. Von 17 bis 8 Uhr wird die Stadt gar nicht mehr für die Touristen-Brummer geöffnet. Für die Umsetzung soll es sogar EU-Gelder geben.

Will ein Reiseveranstalter nach Hallstatt fahren, muss er für 80 Euro im Vorhinein einen Slot buchen. Taucht ein Bus ohne diese Buchung auf, sind 200 Euro fällig, berichtet «Die Presse». Ob es nützt, wird sich zeigen.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 8. Januar 2020 16:57
aktualisiert: 7. Januar 2020 17:39