«Leute ziehen wegen uns in den Thurgau»

Fabienne Engbers, 3. November 2016, 17:43 Uhr
Das Wellnesshotel Golfpanorama in Lipperswil erhält den Tourismuspreis 2016 von Thurgau Tourismus. Mit ihrem Wellnessbereich, der den Fokus typisch Thurgauerisch auf den Apfel gelegt hat, zieht das Wellnesshotel laut den Hoteldirektoren Gäste aus dem In- und Ausland an.

Mit 10'000 Franken ist der Preis von Thurgau Tourismus dotiert. Damit soll das unternehmerische Denken in der Tourismusbranche ausgezeichnet werden. Bisherige Preisträger sind unter anderem das Kloster Fischingen, das Hotel Bad Horn oder die Bischofszeller Rosenwoche. Dieses Jahr geht er an das Welnesshotel Golf Panorama in Lipperswil.

Preis hat grosse Bedeutung

«Wir machen sehr viel für den Thurgau», sagt Hoteldirektor Alexandre Spatz. Daher ist der Verleih des Preises für ihn auch eine grosse Ehre. «Wir sehen, dass unser Konzept funktioniert und werden so weitermachen wie bisher.» Der 35-Jährige hat das Wellnesshotel vor sechs Jahren zusammen mit seiner Frau auf dem Land einer ehemaligen Schweinezucht bauen lassen. Zwischen 18'000 und 20'000 Gäste besuchen das Hotel Golfpanorama jedes Jahr.

«Leute ziehen wegen uns in den Thurgau»

«Wenn unsere Gäste im Thurgau umher fahren und sich die Landschaft anschauen merken sie, wie schön es bei uns ist», sagt der Hoteldirektor. «Viele Gäste überlegen sich, im Alter einmal in den Thurgau zu ziehen», so der 35-Jährige.

Fokus liegt auf dem Apfel

Sowohl im Restaurant, das zum Hotel gehört, als auch im Wellnessbereich ist das Leitthema der Apfel. «Der Apfel steht für den Thurgau und man kann ihn kochen, roh essen und ihn auch in Kosmetika verwenden. Deshalb haben wir uns dafür entschieden», sagt Alexandre Spatz. Der Wellnessbereich des Hotels trägt so auch den Namen «Fleur de Pomme», übersetzt: Blume des Apfels. Die einzelnen Kammern und Bäder sind nach alten Apfelsorten benannt und das Hotel vertreibt eine Apfel-Pflegeprodukte-Linie.

«Man muss ein klares Ziel haben»

Das Direktorenpaar Alexandre und Caroline Spatz ist noch sehr jung, gerade in der Hotelbranche. Der 35-Jährige und die 28-Jährige können sich aber gut gegen ihre erfahreneren Kollegen behaupten. «Man braucht ein klares Ziel, das man verfolgen kann. Ich wollte schon immer mit 30 Jahren mein eigenes Hotel eröffnen und das habe ich erreicht», sagt Alexandre Spatz. Man sei dann im besten Alter, um so richtig durchzustarten. «Das ist mein Baby und daran arbeite ich weiter». Auch die beiden Kinder des Direktorenpaars, die ein und drei Jahre alt sind, kommen den Eltern nicht in die Quere. Arbeit und Freizeit werden strikt getrennt, sagt das Ehepaar.

Erfahrungen im Ausland sammeln

Ideen und Inspiration sucht Alexandre Spatz vor allem im Ausland. «In der Schweiz gibt es gute Konzepte, aber die richtig guten Sachen, die findet man im Ausland», sagt der Hoteldirektor. Dabei spielt es ihm keine Rolle, ob er in einem gut-bürgerlichen Gasthaus übernachtet oder in einem Luxushotel.

Fabienne Engbers
veröffentlicht: 3. November 2016 17:43
aktualisiert: 3. November 2016 17:43