Zwei Schweizer für den Deutschen Buchpreis nominiert

René Rödiger, 16. September 2015, 10:40 Uhr
Bereits zum zweiten Mal nach 2008 ist der Schweizer Rolf Lappert für den Deutschen Buchpreis nominiert (Archiv)
Bereits zum zweiten Mal nach 2008 ist der Schweizer Rolf Lappert für den Deutschen Buchpreis nominiert (Archiv)
© /KEYSTONE/GAETAN BALLY
Monique Schwitter und Rolf Lappert haben es auf die Shortlist für den Deutschen Buchpreis geschafft. Für Rolf Lappert ist es bereits die zweite Nomination nach 2008. Insgesamt wurden sechs Finalisten bestimmt. Der Sieger wird am 12. Oktober bekanntgegeben.

Neben Schwitters "Eins im Andern" und Lapperts "Über den Winter" wählte die Jury Jenny Erpenbecks "Gehen, ging, gegangen", Inger-Maria Mahlkes "Wie Ihr wollt", Ulrich Peltzers "Das bessere Leben" und Frank Witzels "Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969".

Die Shortlist wurde aus einer Longlist von 20 Romanen zusammengestellt, auf der als dritter Schweizer Kandidat auch Ralph Dutlis "Die Liebenden von Mantua" stand. Ebenfalls nicht ins Finale schafften es unter anderem die neuen Romane von Clemens J. Setz, Ilija Trojanow und Feridun Zaimoglu.

Der Deutsche Buchpreis, 2005 erstmals vergeben, gilt als wichtigste Auszeichnung der Branche. Dem Sieger winkt neben 25'000 Euro in der Regel auch ein Platz auf der Bestsellerliste. Im vergangenen Jahr gewann der Deutsche Lutz Seiler den Preis für seinen auf Hiddensee spielenden DDR-Aussteigerroman "Kruso".

Die Anwesenheit von Schweizer Autoren auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis hat Tradition: 2014 wurde Gertrud Leutenegger nominiert, 2011 Alex Capus und Jens Steiner, 2010 Melinda Nadji Abonji - die am Ende sogar gewann -, 2009 Peter Stamm und Sibylle Berg und 2008 Rolf Lappert.

René Rödiger
Quelle: SDA
veröffentlicht: 16. September 2015 10:19
aktualisiert: 16. September 2015 10:40