Anzeige

9 Kleidermarken für ein gutes Gewissen

Lena Rhyner, 9. September 2018, 07:22 Uhr
Der Herbst hat begonnen – Zeit, die Wintergarderobe ein wenig aufzumöbeln. Doch warum dieses Jahr nicht auf Qualität statt Quantität setzen? Diese 9 nachhaltigen Labels versprechen dir beim Kauf ihrer Produkte faire Produktion, hochwertige Materialien und vor allem ein gutes Gewissen.
Faire Mode kostet zwar etwas mehr, hinterlässt dafür das Gefühl, ein wenig die Welt gerettet zu haben.
© twothirds.com

Nikin

Pro gekauftes Kleidungsstück ein gepflanzter Baum; das verspricht die Marke Nikin aus dem aargauischen Seetal. Vier Jungs wollen mit ihrer ökologisch und fair produzierten Mode etwas an Mutter Natur zurückgeben. Im Shop verkaufen sie T-Shirts, Caps, Mützen und weitere Accessoires. Die Kleider werden laut dem Label in Europa aus Bio-Baumwolle hergestellt.

«Tree by Tree», also ein Baum nach dem anderen. So lautet das Motto des jungen Schweizer Modelabels. (Bild: nikin.ch)

Tgifw

«Thank god it's fair wear» – fair produzierte Kleidung hat beim Ostschweizer Label Tgifw Priorität. Ein St.Galler Ehepaar verkauft seit Dezember 2016 in seinem Online-Shop Kleidungsstücke, die unter fairen Bedingungen in Nepal hergestellt wurden. Dabei will es traditionelles Handwerk mit modernem Schweizer Design kombinieren. Nebst Kleidern verkauft die Marke auch handgeknüpfte Teppiche.

Wie Tgifw auf der Webseite schreibt, will das Label in Nepal vor allem Frauen einstellen und ihnen Weiterbildungen ermöglichen. (Bild: tgifw.com)
© Wie TGIFW auf der Webseite schreibt, möchten sie in Nepal vor allem Frauen einstellen und ihnen Weiterbildungen ermöglichen. (Bild: tgifw.com)

Freitag

20 Jahre nach der ersten Freitag-Tasche haben die beiden Brüder Daniel und Markus Freitag ein neues, biologisch abbaubares Textil hergestellt, welches in Europa produziert wird. Daraus machen sie jedoch keine Taschen, sondern Kleider. Alle Produktionsschritte finden maximal 2500 Kilometer von Zürich entfernt statt.

Der neue Stoff besteht aus den Bastfasern Hanf und Leinen sowie aus Modal, einer natürlichen Zellulose-Faser. (Bild: freitag.ch)

Love Your Neighbour

Das soziale Fashion-Label Love Your Neighbour sammelt mit seinen Fair-Trade-Produkten Geld für Menschen in Not. Mit auffälligen Prints möchte der Gründer darauf aufmerksam machen, andere zu lieben und zu akzeptieren, wie sie sind.

Ein Grossteil der Produkte wird in Europa hergestellt, gedruckt werden sie in der Schweiz. (Bild: loveyourneighbour.ch)
© Ein Grossteil der Produkte würden in Europa hergestellt werden, gedruckt werden sie in der Schweiz. (Bild: loveyourneighbour.ch)

Two Thirds

Das spanische Mode-Label Two Thirds wirbt mit seiner sorgfältigen Auswahl der Materialien. Diese würden auf ihre CO2-Emissionen, ihre Giftigkeit und den Wasserverbrauch bei der Produktion getestet. Bei der Produktion setzen die Unternehmer auf lokale Fabriken, welche sie regelmässig besuchen, um die Beziehungen zu den Produktionsstätten zu wahren.

Das Label Two Thirds aus Spanien setzten auf den Surfer-Style. (Bild: twowhirds.com)
© Das Label «Two Thirds» aus Spanien setzten auf den Surfer-Style. (Bild: twowhirds.com

Toms

«Jeder Kauf dient einem guten Zweck», verspricht der holländische Schuhhersteller Toms. Pro verkauftem Paar Schuhe spendet das Unternehmen ein Paar Schuhe an Kinder in Not. Diese werden zu einem Drittel dort hergestellt, wo sie auch gespendet werden, unter anderem in Indien, Äthiopien und Kenia. Somit werden über 700 Jobs in diesen Regionen geschaffen, Männer und Frauen werden zu gleichen Teilen angestellt.

Die Schuhe werden aus natürlichem Hanf, Bio-Baumwolle und recyceltem Polyester hergestellt. (Bild: shoptoms.de)

Wholesome Culture

Für Veganerinnen und Veganer ist dieser Online-Shop das Paradies auf Erden: Nicht nur die Kleider werden fair produziert, auch die Aufschriften auf den T-Shirts vermitteln den tierlieben Lifestyle sofort. 15 Prozent des Erlöses werden an Tierschutzorganisationen gespendet.

«Team Pflanzenfresser», «Iss mehr Pflanzen, mach mehr Yoga» sind zwei Aufschriften der Kollektion von Wholesome Culture. (Bild: wholesomeculture.com)
© «Team Pflanzenfresser», «Iss mehr Pflanzen, mach mehr Yoga» sind nur zwei von vielen Aufschriften der Kollektion von Wholesome Culture. (Bild: wholesomeculture.com)

Bleed Clothing

Der Gründer der Marke Bleed findet, die Natur habe genug geblutet - Zeit, das zu stoppen. Sein Beitrag, dem Klimawandel entgegenzutreten, sei die Gründung dieser Kleidermarke. Alle Artikel werden fair und tierleidfrei produziert. Die Kleidungsstücke müssten vor allem bei sportlichen Aktivitäten eine gute Figur machen.

Bei der Produktion sind für Bleed soziale Standards wie faire Löhne und Fünf-Tage-Wochen selbstverständlich. (Bild: bleed-clothing.com)

Gandys

So tragisch die Gründungsgeschichte ist, so bewegend ist das, was die beiden Londoner Brüder Rob und Paul mit ihrem Label Gandys erreicht haben. Beim Tsunami in Sri Lanka im Jahr 2004 verloren sie ihre Eltern. Jahre später gründeten sie die Kleidermarke «Gandys – Orphans for Orphans». Als Waisen möchten sie mit ihren Produkten andere Waisen unterstützen, die ebenfalls beim Tsunami ihre Eltern verloren haben. 10 Prozent des Erlöses werden gespendet.

Gandys verspricht, dass die Kleider und Rucksäcke unter fairen Bedingungen in ausgewählten Fabriken hergestellt werden. (Bild: instagram/gandyslondon)
© GANDYS verspricht, dass die Kleider und Rucksäcke unter fairen Bedingungen in ausgewählten Fabriken hergestellt werden. (Bild: instagram/gandyslondon)

Lena Rhyner
Quelle: rhy
veröffentlicht: 9. September 2018 07:22
aktualisiert: 9. September 2018 07:22