Diese Badi-Typen kennst du bestimmt

René Rödiger, 18. Juni 2017, 12:50 Uhr
Nackig sind sie alle gleich – möchte man meinen. Weit gefehlt. Denn auch wenn man nur eine Badehose trägt, manifestieren sich die Lebensentwürfe und Maximen der Badegäste deutlich. Hier sind die zehn häufigsten Stereotype, auf die man in der Badi oder am See trifft.
Hauptsache, man hat in der Badi Spass.
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Stilpalast

1. Die sportlichen Haubenschwimmer älteren Semesters

Sie kommen überaus routiniert und mit kleinem Gepäck an, schreiten zielstrebig in die Kabine, duschen vor dem Bad blitzschnell kalt und schwimmen dann erstaunlich lange ihre Bahnen, wobei sie weder links noch rechts schauen.

2. Die gestresste Mutter

Ist die ganze Zeit mit ihrem Nachwuchs am Hantieren und verbreitet damit im weiteren Umkreis Nervosität. Schoppen, Windeln, Flügeli, Sonnencrème, Glacé, Insektenspray... Luis hier und Luna da, Achtung und – immer ist etwas zu tun, keine zwei Minuten macht die Hyperaktivität dieses Badegastes Pause. Am Ende des Tages ist sie nur froh, nach Hause zu können. Und der Rest ist froh, wenn sie ihren Krempel und ihren Nachwuchs endlich einpackt.

3. Die Lederhaut

Gibt es als männliche oder weibliche Variante. Ist oft etwas älter, liegt stundenlang in einem zu knappen Badekleid und fett eingeölt regungslos auf einem Liegestuhl und scheint bereits gar gegrillt, packt aber jede Woche noch ein paar Stündchen UV-Strahlen auf die komplett verbrannte und ausgetrocknete Epidermis, die schon wie ein Vintage-Ledersofa aussieht.

4. Der Mozzarella

Gegenteil der Lederhaut. Ist meist jung, männlich und verbringt wohl die meiste Zeit hinter seinem Computer, um virtuell zu baden. Die Schulter sind schmal, die Mitte nicht ganz straff und die Haut sieht eher aus wie feingeäderter Marmor denn wie die gesunde Hülle eines lebensfrohen Menschen.

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5. Der Arschbomber

Besucht die Badi, um Randale zu machen, andere nass zu spritzen, weil er glaubt, damit das andere Geschlecht zu beeindrucken. Diese Spezies – bekleidet gehört sie zu einer Profi-Littering-Clique – trägt zumeist lange und bunte Badeshorts, die so viel Wasser aus dem Becken mitnehmen, wie eine vierköpfige Familie im Jahr trinkt.

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6. Die Ibiza-Diva

Stolziert alle paar Stunden mit einem knappen Häkelbikini, darüber einem flatternden Kaftan und klimpernden Schmucksandalen zur Toilette, geht aber gar nie ins Wasser. Liest stapelweise Modeillustrierte, trinkt ungesüsste Wohlfühllimonade und whatsappt pausenlos mit ihrem Dutzend Lovers auf Mykonos, Ibiza, Kos, Kreta, Sizilien und den Malediven. Die XL-Sonnenbrille schützt sie vor dem Plebs, falls ihr der zu nahe kommt.

7. Das Mucki-Monster

Trainiert den ganzen Winter hindurch hart und liegt zweimal die Woche im Solarium, um dann rechtzeitig zum Saisonauftakt den muskulösesten, fittesten, braunsten und schärfsten Braten auf dem Lebendfleischgrill abzugeben. Dabei durchschaut jeder das inhaltsleere Lebenskonzept dieses ich-fixierten Posers. Noch nicht mal die Ibiza-Diva, auf die er es abgesehen hat, schaut hin...

8. Die Ghettoblaster-Burschen

Hocken grundsätzlich im Rudel von vier oder mehr Männern da, trinken schon mittags Bier aus Dosen, rauchen, furzen und rülpsen, tragen umgedrehte Schildmützen und messen sich darin, wer die Brustmuskeln eindrucksvoller zucken lassen kann. Dazu erklingt laut aggressive Hip-Hop-Musik von Bushido und Konsorten. Wenn irgendwo eine Schlägerei lockt, sind sie schnell zur Stelle.

9. Der Spanner

Sitzt mucksmäuschenstill und zumeist alleine in Sichtweite des Fünf-Meter-Bretts, wo die Jungs versuchen, den Mädchen mit waghalsigen Sprüngen Eindruck zu machen – er schaut aber nie hoch, sondern nur immer auf die Hintern der unten wartenden Girls. Einige machen sogar heimlich Fotos.

10. Der Revierpolizist

Meist ein älteres Semester, tendenziell männlich. Immer mit Sperberblick am Wasser. Passt dort auf, wo der Bademeister grad nicht hinschaut, und weist am laufenden Band andere Badegäste zurecht, die vom Beckenrand reinspringen, nicht duschen, etwas liegenlassen oder nicht präzis in der dafür vorgesehenen Bahn schwimmen.

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Jeroen Van Rooijen

René Rödiger
veröffentlicht: 27. Mai 2017 11:12
aktualisiert: 18. Juni 2017 12:50
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