So fake ist Instagram wirklich

Nina Müller, 23. März 2019, 19:15 Uhr
Mehr Schein als Sein: Influencer bearbeiten ihre Fotos heftiger, als man annehmen würde.
© Instagram/megfeather
Volle Lippen, eine Wespentaille und braungebrannte Beine ohne Cellulite: Bewegt man sich auf Instagram, könnte man meinen, es wimmelt auf der Welt von Topmodels. Der Instagram-Account «beauty.false» hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, die Bearbeitung der Fotos aufzudecken.

Dass Influencer ihre Fotos und Videos für Social Media bearbeiten, ist längst kein Geheimnis mehr. In der Schweiz warnen verantwortliche Stellen vor falschen Schönheitsidealen, die durch die sozialen Medien entstehen können. Die Plattform Jugend und Medien warnt ausdrücklich vor der digitalen Scheinwelt und mahnt Jugendliche, die Fotos nicht für authentisch zu halten.

Der Instagram-Account «beauty.false» zeigt nun auf, wie extrem die Bearbeitung der Fotos teilweise ist. Da kommen selbst Photoshop-Experten ins Staunen: Taillen sind plötzlich halb so breit wie auf den Originalfotos und Pos dafür doppelt so gross. Die folgenden Bilder zeigen, dass die Schönheiten im Internet mit Vorsicht zu geniessen sind:

Diese junge Frau hat eigentlich einen wunderschönen Körper. Sie hätte besser die Finger von Photoshop gelassen.

Nein, solche dünne Taillen gibt es in Wirklichkeit nicht so oft, wie auf Instagram.

«Weniger Hüfte, mehr Po» scheint die Devise auf Instagram zu sein.

Auf diesem Foto wurde so ziemlich alles bearbeitet, selbst die Haare.

Diese Frau beweist, dass man dank Photoshop nebst mehreren Persönlichkeiten auch diverse Gesichter und Körper haben kann.

Vom grauen Mäuschen zur bezaubernden Waldfee:

Das einzig echte an dieser Frau scheinen im linken Bild die Tattoos zu sein.

Natürlich lässt sich auch die Augenfarbe nach Belieben anpassen, oder wie in diesem Fall das ganze Gesicht.

Eigentlich könnte diese Frau zeigen, wie schön unperfekte Körper sind. Leider hat sie sich für Photoshop entschieden.


Nina Müller
Quelle: nm
veröffentlicht: 23. März 2019 19:15
aktualisiert: 23. März 2019 19:15