Wandern

«Wanderer sollten einen grossen Bogen um Kuhherden machen»

25. Juli 2020, 20:58 Uhr
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Quelle: tvo

Immer wieder berichten Wanderer, dass Kühe sie auf ihrem Weg durchs Grüne angegriffen haben. Oft handelt es sich dabei um Mutterkühe, die ihre Jungen verteidigen. Bauern raten den Wanderern deshalb vor ein: auf Distanz mit den vermeintlich harmlosen Tieren zu gehen.

Beim Wandern führt der Weg immer mal wieder über Wiesen, wo Kühe weiden. Normalerweise sind Kühe nicht aggressiv und lassen Wanderer ohne Weiteres passieren. Handelt es sich jedoch um Mutterkühe, die ihre Jungen beschützen, können die Tiere abwehrend auf Eindringlinge reagieren. Landwirt Thomas Butz rät Wanderern im Interview mit TVO deshalb: «Gerade Kinder werden von den jungen Kälbern angezogen, aber das ist wirklich völlig das falsche Verhalten. Man muss unbedingt Distanz halten.»

Gemäss Andreas Widmer, Geschäftsführer des St.Galler Bauernverbands sollen Wanderer die Warnschilder, welche Landwirte bei Herden mit Mutterkühen anbringen, beachten und einen grossen Bogen um die Tiere machen. Der Geschäftsführer der St.Galler Wanderwege Viktor Styger findet, dass aber auch die Bauern Rücksicht auf die öffentlichen Wanderwege nehmen sollten: «Man kann sich zum Beispiel überlegen, ob eine Herde wirklich am besten Wandersonntag auf einer Weide stehen muss, durch den ein Wanderweg führt.»

Auch wenn es immer wieder Wanderer gibt, welche die Schutzinstinkte der Kühe nicht vorhersehen und mitten durch eine Kuhherde wandern: Die meisten sind sich bewusst, dass man besser Abstand hält.

(red.)

Quelle: TVO
veröffentlicht: 25. Juli 2020 20:58
aktualisiert: 25. Juli 2020 20:58