Bestsellerautor Kehlmann hält wenig von Literaturverfilmungen

10. September 2015, 13:51 Uhr
Daniel Kehlmann hält die meisten Literaturverfilmungen für schlecht - aber es gibt Ausnahmen (Archiv).
Daniel Kehlmann hält die meisten Literaturverfilmungen für schlecht - aber es gibt Ausnahmen (Archiv).
© /EPA/AXEL HEIMKEN
Autor Daniel Kehlmann hält die meisten Literaturverfilmungen für schlecht. "Aber die meisten Filme sind schlecht, ob Literaturverfilmung oder nicht", sagt der 40-Jährige. "Und wenn ein Film gelungen ist, fragt man nicht mehr danach, auf welcher Vorlage er beruht.

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So seien zum Beispiel fast alle Stanley-Kubrick-Filme Literaturverfilmungen ebenso wie "No Country for Old Men" der Coen-Brüder, Sam Mendes' "Revolutionary Road" und Alexander Paynes "About Schmidt". "Grossartige Filme, die dem Klischee der Unverfilmbarkeit von Literatur widersprechen", sagte Kehlmann der Deutschen Presse-Agentur.

"Das Beste, was einem Film gelingen kann, ist, dass er sich von der Vorlage ablöst und einfach als das wahrgenommen wird, was er ist: ein guter Film, der sich selbst genügt", sagte der Autor. Die Verfilmung seines Buchs "Ich und Kaminski" ist ab nächsten Donnerstag im Kino zu sehen.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 10. September 2015 13:51
aktualisiert: 10. September 2015 13:51