Denzel Washington: Oscars sind zu weiss

Laurien Gschwend, 16. Dezember 2016, 11:24 Uhr
Denzel Washington - hier in seinem neuen Film "Fences" - hält Oscar-Nominationen immer noch für unfair. (Archivbild)
Denzel Washington - hier in seinem neuen Film "Fences" - hält Oscar-Nominationen immer noch für unfair. (Archivbild)
© KEYSTONE/AP Paramount Pictures/DAVID LEE
Denzel Washington sieht bei der Oscar-Verleihung immer noch Nachteile für afroamerikanische Schauspieler, er selbst habe sich davon aber nie entmutigen lassen. Die Auswahl der Preisträger sei unfair, sagte er in der US-Sendung «60 Minutes».

«Na und? Soll man deshalb aufgeben?», fragte der 61-Jährige in dem Interview, das an diesem Sonntag ausgestrahlt werden soll. Sein simpler Ratschlag: «Gib einfach dein Bestes.»

Dass nicht alle dieselben Chancen hätten, den Filmpreis abzuräumen, habe Washington am eigenen Leib erfahren. «Ich war auch mal der Typ, dessen Name beim Oscar nicht genannt wurde, als alle dachten, dass sie ihn nennen würden», sagte Washington. Er selbst war bisher sechs Mal für den Academy Award nominiert, zwei Mal gewann er ihn.

Washingtons aktueller Film «Fences», an dem er als Hauptdarsteller und Regisseur mitwirkte, gilt als Anwärter auf einen Oscar im neuen Jahr. 2016 hatten zahlreiche Prominente unter dem Schlagwort #OscarsSoWhite zum Boykott der Oscars aufgerufen, da ausschliesslich hellhäutige Schauspieler für die Preise nominiert waren.

Laurien Gschwend
Quelle: SDA
veröffentlicht: 16. Dezember 2016 10:14
aktualisiert: 16. Dezember 2016 11:24