«Im Zug mit»

Ex-FCSG-Spieler Silvan Hefti: «Bis Ende Jahr kann ich italienisch»

29. Juni 2022, 08:07 Uhr
Im Januar wagte der Ex-FCSG-Captain Silvan Hefti den Sprung von YB in die Serie A. In den vergangenen sechs Monaten hat der junge Fussball-Profi viel Neues kennengelernt. In der TVO-Sendung «Im Zug mit...» spricht der Fussballprofi über die neuen Begebenheiten, die Unterschiede und die Herausforderungen.
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Silvan Hefti gehört zu den besten Ostschweizer Fussballern der Gegenwart. Bereits mit 17 Jahren unterschrieb er beim FC St.Gallen seinen ersten Profivertrag. Im Januar wagte er dann den Sprung von YB zum CFC Genua in die Serie A. Seither hat sich für den 24-Jährigen viel verändert.

TVO trifft Hefti in seinen Ferien in der Ostschweiz. «Ich war zuerst in Griechenland, um abzuschalten. Danach hatte ich mit vielen Freunden abgemacht, da ich ja momentan nicht so oft hier bin», erklärt Hefti in der Sendung «Im Zug mit...». Er habe trotz Ferien einen sehr engen Terminplan, zudem habe das individuelle Training auch schon wieder begonnen. Bald müsse er auch schon zurück nach Italien.

Abenteuer Serie A

Zurück zu seinem Arbeitgeber CFC Genua. Dort spielt Hefti seit Januar. Doch wie ist es, in Italien die Fussballschuhe zu schnüren? «Es ist ganz anders, die Mentalität und die Leute sind anders», erklärt der Verteidiger. Mit seinem Verein blickt Hefti auf eine schwierige Rückrunde zurück.

So gab es beispielsweise mehrere Trainerwechsel. «Als ich ankam, war noch Andrij Schewtschenko an der Seitenlinie», so Hefti. Der Ukrainer, selbst ehemaliger Topstürmer und Europas Fussballer des Jahres, war aber nur zwei Wochen Heftis Übungsleiter. Dennoch bezeichnet er die ukrainische Fussballlegende als nett und hilfsbereit. Schewtschenko habe ihn am Anfang gefragt, ob er italienisch spreche. «Ich habe ihm dann gesagt, dass ich es noch nicht könne, aber so schnell wie möglich lernen werde. Von da an sprach er nur italienisch mit mir.»

Das habe – zu Heftis Erstaunen – sehr gut funktioniert. Mittlerweile beherrsche er die Sprache mehr oder weniger, gehe aber immer noch zweimal in der Woche in den Unterricht. Bis Ende Jahr wolle er die Sprache gemeistert haben.

Den Abstieg Genuas in die Zweitklassigkeit konnte auch nicht mit Hefti verhindert werden. Hefti betont allerdings, dass er sich nach wie vor wohlfühle bei Genua. Aber wie es im Fussball so ist – es kann schnell gehen. Angesprochen auf eine Rückkehr zu den Espen, so wie es beispielsweise Tranquillo Barnetta tat, dazu hält sich Hefti bedeckt, sagt aber: «Sag niemals nie.»

Veränderungen im Privaten

Auch wenn Hefti keinen Wechsel anstrebt – ändern wird sich dennoch einiges. Seine Frau wird zu ihm nach Genua ziehen. Bisher mussten die beiden jeweils pendeln. «Das war mit der jetzigen Distanz zu Genua nicht so einfach. Wir haben das er dennoch gut gemeistert.»

Wie es Silvan Hefti in Italien ergeht, wie seine Eltern mit drei Fussballprofi-Kindern klarkommen und was er zum Thema Nati sagt, erfährst du im Video oben.

(mma)

Quelle: TVO
veröffentlicht: 28. Juni 2022 18:38
aktualisiert: 29. Juni 2022 08:07
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