Honeckers nicht auf Berliner Gedenkstätte

25. Oktober 2018, 15:10 Uhr
Dürfen nicht in Berlin ruhen: Margot und Erich Honecker, hier bei einem Spaziergang auf dem Areal der chilenischen Botschaft in Moskau im März 1992. (Archiv)
Dürfen nicht in Berlin ruhen: Margot und Erich Honecker, hier bei einem Spaziergang auf dem Areal der chilenischen Botschaft in Moskau im März 1992. (Archiv)
© KEYSTONE/AP/TANYA MAKEEVA
Der langjährige DDR-Staatschef Erich Honecker und seine Frau Margot werden nicht in einer Berliner Gedenkstätte der Sozialisten beigesetzt. Ein Begräbnis ist dort nicht möglich.

In der Gedenkstätte im Stadtteil Friedrichsfelde gibt es seit 1989 keine Bestattungen mehr, antwortete die Umweltverwaltung des Landes Berlin auf eine parlamentarische Anfrage der CDU..Die Anlage steht unter Denkmalschutz.

Sie wurde 1951 von der DDR-Führung offiziell eröffnet. Dort wurden Menschen beigesetzt, die sich um die sozialistische Idee verdient gemacht hatten. So erinnert jedes Jahr im Januar die Linke an die 1919 ermordeten deutschen Kommunistenführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.

Honecker-Enkel Roberto Yañez hatte in seinem neuen Buch «Ich war der letzte Bürger der DDR» deutlich gemacht, seine Grosseltern gehörten zur deutschen Geschichte und sollten in Friedrichsfelde an der Seite ihrer Genossen beigesetzt werden.

Die Urnen des einstigen SED-Partei- und Staatschefs Erich Honecker (gestorben 1994) und seiner Frau Margot, der früheren DDR-Ministerin für Volksbildung (gestorben 2016) sind laut Enkel noch nicht begraben. Sie warten bei einem Freund der Familie auf die letzte Ruhestätte. Die Honeckers lebten zuletzt in Chile.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 25. Oktober 2018 14:49
aktualisiert: 25. Oktober 2018 15:10