Interview

«Ich bin keine Influencerin»: So tickt die neue Bachelorette Yuliya

Tobias Matsch, 11. April 2022, 18:04 Uhr
Ab Ende April zeigt 3+ das Liebesabenteuer der neuen Bachelorette. Im Interview erzählt Yuliya Benza, wieso sie eigentlich keine Influencerin ist und wie sie der Krieg in ihrem Heimatland bei den Dreharbeiten überraschte.

Yuliya, bist du verliebt?

Ich bin mega glücklich mit meiner Entscheidung und habe ein wenig ein Kribbeln im Bauch. Nun freue ich mich, den Gewinner hier in der Schweiz näher kennenzulernen. Den Rest werdet ihr in der Sendung dann sehen.

Es ist ja bereits die achte Staffel von «Die Bachelorette» und immer ein wenig dasselbe. Was macht gerade deine Staffel so speziell?

Die Teilnehmer sind sicher einzigartig. Es waren sehr viele verschiedene Typen dabei. Da gibt es lustige, ernste, dominante und scheue. Die gesamte Staffel ist sehr emotional und actionreich.

Klingt eigentlich wie immer. Aber wenn du es erwähnst: Stehst du mehr auf Playboys oder zurückhaltende Männer?

Ich stehe auf liebe Männer.

Aber du als einzige Frau mit so vielen Männern – war das nicht etwas unnatürlich für dich?

Es war schon speziell, so viele Männer in so kurzer Zeit kennenzulernen. Da blieb mir keine andere Wahl, als auf mein Bauchgefühl zu vertrauen. Das half mir dann auch bei der Entscheidung.

Hast du die letzte Bachelorette-Staffel mit Dina Rossi verfolgt?

Nein, nicht die ganze.

Bei ihr hat es ja mit der Beziehung geklappt. Holst du dir Tipps bei ihr für deine Wahl?

In der Liebe gibt es keine Garantie. Jeder macht das auf seine Art und Weise. Ich höre da lieber auf mein Bauchgefühl.

Es ist aber doch etwas ernüchternd, dass bei den letzten Bachelorettes nur eine von sieben Beziehungen gehalten hat. Was machst du anders als deine Vorgängerinnen?

Liebe kann immer schiefgehen, ob im Fernsehen oder ausserhalb. Wenn es zwischenmenschlich stimmt, wenn man zusammenpasst und gemeinsam an der Beziehung arbeitet, dann sollte es klappen.

Du bist ja nicht nur Visagistin, sondern auch Influencerin. Diesen schwammigen Titel trägt seit Anbeginn der Sendungen jede zweite Bachelorette...

Ich habe noch nie von mir behauptet, dass ich Influencerin bin. Aber ich habe bereits früher dank meinen Erfahrungen viele Tipps zum Schminken gegeben, und auch auf Reisen nahm ich meine Follower gerne mit. Die, die mich cool fanden sind mir dann auch gefolgt. Ich habe mich jedoch nie speziell um Follower bemüht oder etwas Spezielles getan, um mich als Influencerin zu bezeichnen. Schlussendlich beeinflussen wir uns sowieso alle gegenseitig.

Als Bachelorette hast du nun auch einen grossen Einfluss auf jüngere Generationen. Vielleicht bist du sogar für einige Mädchen ein Vorbild. Ist dir das bewusst?

Ja. Mir ist es wirklich wichtig, dass man sich nicht mit anderen vergleicht. Auch nicht mit mir. Jeder ist einzigartig. Die wahre Schönheit kommt sowieso von innen. Das möchte ich den Frauen auch mitgeben, dass sie an sich selbst arbeiten sollen und sich nicht mit mir vergleichen. Man muss mit beiden Beinen auf dem Boden stehen.

Du sprichst die innere Schönheit an. Jedoch verdienst du dein Geld mit der äusseren Schönheit und hast auch einiges bei dir in die äussere Schönheit investiert. Vermittelst du da nicht ein anderes Bild?

Man kann Schönheit oder Selbstsicherheit nicht mit irgendwelchen Schönheitseingriffen holen. Mit materiellen Dingen sowieso nicht. Vielleicht denkt man das im ersten Moment. Man sollte viel eher herausfinden, wo der Ursprung liegt und daran arbeiten.

Stichwort Ursprung. Der liegt bei dir ja in der Ukraine. Wie hast du den Krieg während der Dreharbeiten wahrgenommen?

Als die Dreharbeiten begannen, gab es noch keinen Krieg. Dieser brach mitten in der Produktion in Thailand aus. Es hat uns alle sehr getroffen. Mich, die Teilnehmer und die Crew. Für mich ist es nach wie vor unverständlich, dass so etwas immer noch passiert.

War es nicht schwierig für dich in dieser Schein-Welt zu sein, während dein Heimatland angegriffen wird?

Natürlich hatte ich die schlimme Situation in der Ukraine die ganze Zeit im Hinterkopf. Ich telefonierte täglich mit meiner Mutter. Sie hat mir dann jeden Tag versichert, dass es unserer Familie in der Ukraine den Umständen entsprechend gut geht. Das beruhigte mich sehr.

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 11. April 2022 17:08
aktualisiert: 11. April 2022 18:04
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