Leon de Winter hat keine Angst wegen des Buchs über Osama bin Laden

20. Oktober 2016, 08:01 Uhr
Der Autor Leon de Winter hat am Mittwoch von der Frankfurter Buchmesse aus einen Abstecher nach Köln gemacht und dort über seinen Bin-Laden-Roman "Geronimo" geplaudert: Bisher habe sich Al-Kaida noch nicht beschwert, sagt er.
Der Autor Leon de Winter hat am Mittwoch von der Frankfurter Buchmesse aus einen Abstecher nach Köln gemacht und dort über seinen Bin-Laden-Roman "Geronimo" geplaudert: Bisher habe sich Al-Kaida noch nicht beschwert, sagt er.
© KEYSTONE/EPA DPA/ARNE DEDERT
Der niederländische Autor Leon de Winter fühlt sich nicht unsicher, weil er in seinem Buch «Geronimo» humoristisch über Osama bin Laden schreibt. «Ich habe keine Gefahren bemerkt und keine Drohungen von Al-Kaida erhalten», sagte er auf der Frankfurter Lit.Cologne.

De Winter beschreibt den Terrorchef Bin Laden als einen Mann, der sich an seinen drei Frauen, am Eisessen sowie an nächtlichen Exkursionen an der frischen Luft erfreut - und gleichzeitig davon träumt, den Westen mit verheerenden Anschlägen zu erschüttern. «Wenn man ein Buch schreibt und eine Figur nicht respektiert, ist das Buch nicht gut», sagte de Winter. «Nein, ich dachte, ich will auch diese Perspektive. Es macht Spass, auf diese Weise dem Monster zu folgen.»

Die Lit.Cologne Spezial ist der kleine Herbst-Ableger des alljährlich im März stattfindenden Kölner Literaturfestivals und bietet diesmal unter anderem Lesungen mit Christian Kracht, Anke Engelke, Cody McFadyen, Axel Hacke, Christoph Ransmayr, und dem Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 20. Oktober 2016 07:54
aktualisiert: 20. Oktober 2016 08:01