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Black Widow

Millionenverlust wegen Streamingstart: Scarlett Johansson verklagt Disney

30. Juli 2021, 15:05 Uhr
«Black Widow»-Star Scarlett Johansson verklagt ihren Arbeitgeber Disney wegen Vertragsbruch. Disney hatte den neusten Marvel-Film am 8. Juli zeitgleich im Kino sowie auf der eigenen Streamingplattform veröffentlicht. Dadurch sollen ihr mehrere Millionen Dollar an Einnahmen entgangen sein.
Scarlett Johansson verklagt Disney wegen des neusten Marvel-Films «Black Widow».
© Imago Images

Scarlett Johansson ist wütend. Der 36-jährigen Schauspielerin entgehen laut eigenen Angaben 50 Millionen Dollar, weil Disney den neusten Marvel-Film «Black Widow», in dem Johansson die Hauptrolle spielt, auf Disney+ veröffentlicht hat. Da der Film gleichzeitig auch in den Kinos läuft, sinken die Verkaufszahlen, an denen Johansson Anteil hat.

Der 36-Jährigen wurden im Vertrag Teile der Kinoeinnahmen zugesichert, nicht aber Teile der Streamingeinnahmen. Johansson unterschrieb im Jahr 2017 für den Film, als er exklusiv für die Kinos geplant wurde. Wegen der Coronapandemie hatte sich Disney im März dazu entschieden, den Film ins Streaming zu bringen, da viele Kinos noch nicht voll besetzt werden dürfen. Auch andere Filmgesellschaften haben während der Pandemie bei Veröffentlichung von Kinofilmen auf die Streamingdienste gesetzt.

Bisher hat «Black Widow» an den Kinokassen «nur» 319 Millionen Dollar (290 Schweizer Franken) eingespielt. Das ist deutlich weniger als die anderen Marvel-Filme mit Milliarden-Einnahmen. Gemäss dem «Wall Street Journal» behauptet Scarlett Johansson, rund 50 Millionen Dollar durch die Veröffentlichungsstrategie verloren zu haben. Deshalb verklagt die Schauspielerin Disney wegen Vertragsbruch.

Disney selbst kontert, dass die Vorwürfe «ausgesprochen traurig und bedauerlich seien», gerade im Bezug auf die Missachtung der schrecklichen globalen Auswirkungen der Pandemie. Der Vertrag sei eingehalten worden. Johansson habe die zugesicherten 20 Millionen Dollar Gage bereits erhalten. Die Anteile an den Kinoeinnahmen hätten ihr Einkommen lediglich ein wenig verbessert.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 30. Juli 2021 15:05
aktualisiert: 30. Juli 2021 15:05