«Miss Michigan» mit dem Spruch des Abends

René Rödiger, 10. September 2018, 06:44 Uhr
Die 92. «Miss America» heisst Nia Franklin und kommt aus New York. Zu reden gaben an dieser Wahl jedoch ganz andere Themen. Eindruck hinterliess insbesondere die Miss aus Michigan.

In Zeiten von #MeToo scheint eine Missen-Wahl ein Anachronismus zu sein. So musste sich auch die «Miss America»-Wahl ändern. Bei der 92. Austragung gab es deshalb keinen Bikini-Durchgang mehr und anstelle der Abendkleider durften die Missen aus allen US-Bundesstaaten selbst einen Style wählen, in dem sie sich am wohlsten fühlen.

Ok, schliesslich war es doch noch immer eine Miss-Wahl. Den hübschen Kandidatinnen wurden mehr oder weniger tiefgründige Fragen gestellt.

In der Jury sassen Boxerin Laila Ali, Radiomoderatorin Bobby Bones, Musikproduzent Randy Jackson, Reality-Sternchen Jessie James Decker, Journalistin Soledad O'Brien, Podcasterin Alli Webb und Musikerin Carnie Wilson.

Das Highlight der Show war jedoch Miss Michigan Emily Sioma. Als sie sich vorstellen sollte, konnte sie sich einen Seitenhieb auf den Wasserskandal von Flint nicht verkneifen. In der US-Stadt gibt es seit seit Jahren nur noch verschmutztes Trinkwasser, weil der Flint River durch die Autoindustrie verseucht worden ist.

Sioma sagte dazu: «Ich komme aus einem Staat, der 84 Prozent des frischesten Wassers der USA hat. Aber keines davon für seine Einwohner. Ich bin Miss Michigan Emily Sioma!» Auf Twitter wurde Sioma für ihr Statement gefeiert, bei der Wahl hat es ihr jedoch nicht genützt, sie kam nicht in die nächste Runde.

Gewählt wurde schliesslich Nia Franklin aus New York. Zweite wurde Miss Connecticut Bridget Oei.

René Rödiger
Quelle: red.
veröffentlicht: 10. September 2018 06:37
aktualisiert: 10. September 2018 06:44