Regisseur Pete Docter: Langeweile macht kreativ

Christoph Fust, 20. September 2015, 15:26 Uhr
Pete Docter hat keine Mühe mit Langeweile, im Gegenteil, sie animiert ihn (Archiv)
Pete Docter hat keine Mühe mit Langeweile, im Gegenteil, sie animiert ihn (Archiv)
© Keystone
Der US-amerikanische Regisseur Pete Docter sieht in der Langeweile auch etwas Positives. "Kinder müssen gelangweilt sein, um kreativ zu werden", weiss der 46-Jährige.

Das sei inzwischen schwierig, weil Kinder und Jugendliche ständig von "Handy und Computer abgelenkt" seien, sagte Docter dem Nachrichtenmagazin "Focus".

Er hat auch Erfahrung mit Langeweile: "Meine Eltern nahmen mich als Kind öfters ins Klassikkonzert mit. Ich sass da zwei Stunden, angeödet von Bach oder Vivaldi, und fing an, auf die Programmhefte zu zeichnen", sagte der Filmemacher. "Und mein Hirn begann, die schönsten Fantasien auszumalen: Was wäre, wenn der Tuba-Spieler umfallen würde oder die Saiten bei der Geige reissen würden?"

Docters Film "Oben" (2009) holte den Oscar als bester Zeichentrickfilm. Sein neues Werk "Alles steht Kopf" startet am 1. Oktober im Kino.

Christoph Fust
Quelle: SDA
veröffentlicht: 20. September 2015 14:37
aktualisiert: 20. September 2015 15:26