Thailändischer König wegen «Wassers im Gehirn» behandelt

11. August 2015, 10:39 Uhr
Neue Sorge um Thailands gesundheitlich angeschlagenen König Bhumibol Adulyadej: Der 87-Jährige sei wegen «Wassers im Gehirn» und einer Entzündung im Brustbereich im Spital behandelt worden, teilte der Palast am Montagabend mit.
Seit Jahren angeschlagen: Selten zeigt sich König Bhumibol in der Öffentlichkeit, so wie hier im Jahr 2011.
© KEYSTONE/AP/Apichart Weerawong

Den Ärzten sei es gelungen, das Wasser im Gehirn des am längsten amtierenden Monarchen der Welt zu verringern, hiess es in einer der sehr seltenen Mitteilungen des Palastes weiter. Demnach hatte der König zwischenzeitlich Fieber und Herzprobleme.

Bereits seit Mitte Mai befindet sich König Bhumibol in der Sirraj-Klinik in der Hauptstadt Bangkok. Dort wurde er schon zwischen Oktober 2014 und April 2015 behandelt.

Bhumibol gilt seit sechs Jahrzehnten als Garant der Einheit Thailands. Dessen schlechter Gesundheitszustand schürt angesichts der aktuellen politischen Krise Sorge um den Zusammenhalt des Landes.

Viele Menschen in Thailand verehren den König fast wie eine Gottheit; die meisten Thais kennen keinen anderen Monarchen als ihn. Der 1927 in den USA geborene Bhumibol bestieg 1946 im Alter von 18 Jahren den Thron, am 5. Mai 1950 wurde er offiziell gekrönt.

Die thailändische Monarchie wird durch drakonische Gesetze geschützt. Erst vergangene Woche wurde ein Mann wegen Majestätsbeleidigung zu einer Rekordstrafe von 30 Jahren Haft verurteilt.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 11. August 2015 10:39
aktualisiert: 11. August 2015 10:39
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