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Todesfall

Unfall-Fotograf Arnold Odermatt ist im Alter von 96 gestorben

20. Juni 2021, 11:53 Uhr
Der Fotograf Arnold Odermatt ist am Samstag im Alter von 96 Jahren in seinem Zuhause in Stans NW gestorben. Bekannt war der Nidwaldner für seine Unfallbilder.
2002 wurde die Fotos des verstorbenen Polizeifotografen Arnold Odermatt in Leverkusen ausgestellt. Die in der Ausstellung «Karambolage» gezeigten Fotos halten den objektiv erkennbaren Sachschaden bei Unfällen, ohne Blut, Tote oder hektische Ermittler fest. (Archivbild)
© Keystone/AP/HERMANN J. KNIPPERTZ

Seinen Tod bestätigte ein Familienmitglied einem Fotografen von Keystone-SDA. Er bestätigte damit einen Bericht des Onlineportals der «Neuen Zürcher Zeitung» (NZZ). Odermatt war an Alzheimer erkrankt.

Der 1925 in Oberdorf NW geborenen Odermatt war ein Pionier der Polizeifotografie. Als Beamter der Nidwaldner Polizei führte er das Bild als Arbeitsinstrument ein, insbesondere bei Unfällen.

Spätestens seit 2001, als Harald Szeemann Odermatt an der Kunstbiennale in Venedig präsentierte, gehen dessen kleinformatige Schwarzweissbilder von Unfällen auf Schweizer Strassen um die Welt. Eines der bekanntesten zeigt einen VW-Käfer, der 1965 in Buochs NW von der Strasse abgekommen und im Vierwaldstättersee gelandet ist.

Seit Odermatt in Rente ist, erschienen vier Bücher über ihn und seine Arbeit, und es gab über hundert Ausstellungen auf allen Kontinenten. Mit der Ausstellung «Das Dorf als Welt» wurden Odermatts Fotografien 2013 zum ersten Mal in seinem Heimatkanton umfassend präsentiert.

Quelle: sda
veröffentlicht: 20. Juni 2021 11:35
aktualisiert: 20. Juni 2021 11:53