Anzeige
Unwetterberichterstattung

Darum hat sich RTL-Reporterin mit Schlamm beschmiert

23. Juli 2021, 12:14 Uhr
Die RTL-Reporterin Susanna Ohlen berichtete für den deutschen TV-Sender aus einem vom Hochwasser verwüsteten Gebiet. Videos zeigen, wie sich die Journalistin vor einem Auftritt vor der Kamera zusätzlich mit Schlamm beschmierte. Nun reagiert die 39-Jährige darauf.
Videoaufnahmen zeigen, wie sich die Moderatorin Gesicht und Arme mit Schlamm beschmiert.
© Screenshot/Twitter: Eddie Graf

Bevor die 39-jährige Reporterin am Sonntag vor die Kamera trat, beschmierte sie sich mit Schlamm. Das zeigen Videoaufnahmen von Passanten, die daraufhin auf Twitter und Youtube die Runde machten. Im Fernsehbeitrag wurde den Zuschauerinnen und Zuschauern vermittelt, dass die Moderatorin sich an den Aufräumarbeiten in den von Hochwassern verwüsteten Gebieten beteiligt hatte.

RTL beurlaubt Ohlen

Gegenüber der «Bild»-Zeitung sagt eine Sprecherin von RTL: «Das Vorgehen unserer Reporterin widerspricht eindeutig journalistischen Grundsätzen und unseren eigenen Standards. Wir haben sie daher direkt am Montag, nachdem wir davon erfahren haben, beurlaubt.» Der Bericht mit Ohlen wurde von RTL mittlerweile gelöscht.

«Ich habe einen schwerwiegenden Fehler gemacht»

Nun nimmt die 39-Jährige dazu auf Instagram Stellung. Die Journalistin zeigt Reue und bezeichnet ihr Vorgehen als schwerwiegenden Fehler. Sie begründet die umstrittene Handlung wie folgt: «Nachdem ich an den vorherigen Tagen bereits privat in der Region geholfen hatte, habe ich mich vor den anderen Hilfskräften an diesem Morgen geschämt, in sauberem Oberteil vor der Kamera zu stehen. Daraufhin habe ich mir, ohne zu überlegen, Schlamm auf meine Kleidung geschmiert.»

Weiter entschuldigt sich Ohlen mit folgenden Worten: «Mir als Journalistin hätte das niemals passieren dürfen. Als Mensch, dem das Leid aller Betroffenen zu Herzen geht, ist es mir passiert. Ich bitte um Verzeihung.»

Ohlen arbeitet seit 2008 bei RTL. Zuletzt moderierte sie die Sendung «Guten Morgen Deutschland».

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 22. Juli 2021 22:15
aktualisiert: 23. Juli 2021 12:14