Oh LED-Tannenbaum

So kannst du bei der Weihnachtsbeleuchtung Strom sparen

Maurus Held, 24. November 2022, 10:21 Uhr
Zürcherinnen und Zürcher sind gespalten: Die einen wollen auch heuer nicht auf Weihnachtsdekoration verzichten, andere befürchten den hohen Energieverschleiss. Doch hierfür gibt es ein Gegenmittel – ZüriToday erklärt, mit welchen Tricks du Strom und Geld sparen kannst.

Quelle: Das sagen Zürcherinnen und Zürcher zum Thema / ZüriToday

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Ob Hollywood-mässig mit Santa Claus und Rentier oder klassisch mit Weihnachtssternen und Kränzen: Schweizerinnen und Schweizer mögen es, ihr Zuhause während der Adventszeit festlich auszuleuchten. Doch wie stromhungrig ist ein solches Spektakel jeweils? Und wie lässt sich Strom sparen, ohne dass die Beleuchtung darunter leiden müsste?

Zuerst ein wenig Physik: Der Stromverbrauch wird jeweils in Kilowattstunden (kWh) gemessen. Eine Kilowattstunde ist jene Menge an Energie, die – bei einer Leistung von einem Kilowatt (kW) – während genau einer Stunde verbraucht wird.

Kilowattstunde kostet rund 20 Rappen

Die korrekte Formel dazu lautet kW x Zeit in Stunden = kWh. Machen wir ein Beispiel: Verwendet man für die Weihnachtsbeleuchtung eine herkömmliche Lichterkette mit einer Leistung von 50 Watt (das sind 0,05 Kilowatt) pro Lämpchen, so müsste dieses 20 Stunden lang leuchten, um auf eine einzige Kilowattstunde zu kommen. Die Rechnung geht so: 0,05 kW x 20h = 1kWh

Eine Kilowattstunde Strom kostet derzeit rund 20 Rappen. Das tönt nicht nach viel – geht man aber davon aus, dass eine Lichterkette 20 Lämpchen hat und diese während des ganzen Dezembers hindurch leuchten, dann zahlt man bereits 124 Franken.

Je mehr Lämpchen, desto teurer

Setzt man allerdings auf LED-Lichterketten, tut man dem eigenen Portemonnaie genauso wie der Umwelt etwas Gutes. Statt den 50 Watt wie bei der herkömmlichen Lichterkette reden wir hier von bis zu 6 Watt Leistung pro Lämpchen. Das sind 0,006 Kilowatt – bei 20 Stunden Leuchten während 31 Tagen kommt man so insgesamt noch auf knapp 15 Franken.

Deine Weihnachtsbeleuchtung steht schon?

Nur: Meist wird viel mehr aufgehängt als bloss eine einzige Lichterkette mit 20 Lämpchen. Gewisse Adventsfans verzieren ihr gesamtes Haus. Ein einzelnes leuchtendes Rentier mit 80 Lämpchen etwa produziert knapp 300 Kilowattstunden – das macht bereits 60 Franken im Monat. Und mit einem Elektro-Weihnachtsbaum mit 300 LED-Lämpchen entsteht Strom im Wert von 225 Franken.

Elektro-Weihnachtsbäume verbrauchen vergleichsweise viel Strom.

Haushalte produzieren fast die Hälfte

Gemäss der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz (SAFE) werden in der Schweiz für Weihnachtsbeleuchtung zirka 100 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom verbraucht – jährlich. Mit dieser Menge könnten 25'000 Vier-Personen-Haushalte ein ganzes Jahr lang leben.

In Franken ausgedrückt sind das 20 Millionen, die in der Schweiz pro Jahr für «Weihnachtsstrom» ausgegeben werden. Für rund 40 Prozent, also 8 Millionen Franken, zeichnen sich Schweizer Haushalte verantwortlich.

LED-Technik ist weit verbreitet

Angesichts der Energiemangellage sei deshalb geraten: Lassen Sie die Beleuchtungen nur dann brennen, wenn es auch wirklich Sinn macht. Nachts um 2 Uhr, wenn alle schlafen, darf der Leuchtstern oder das Rentier ruhig abgeschaltet werden, am besten automatisch. Hierfür helfen Zeitschalt-Uhren – für wenige Franken sind diese in den geläufigen Elektro-Geschäften erhältlich.

Und natürlich wird mit LED-Leuchtmitteln mehr Strom und mehr Geld gespart. Die gute Nachricht ist, dass die meisten Leuchtprodukte im Handel mittlerweile auf diese Technik setzen. Anfangs noch belächelt oder wegen des kahl-weissen Bürolichts unbeliebt, haben sich LEDs ständig fortentwickelt und erzeugen heute auch das für die Adventszeit so typisch gelbe, warme Licht.

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 23. November 2022 12:04
aktualisiert: 24. November 2022 10:21