Vale muss wegen Dammbruch in Brasilien zahlen

Nach dem Dammbruch im Südosten Brasiliens im Januar begrub eine Schlammlawine Menschen, Häuser und Strassen unter sich. Mindestens 248 Personen kamen ums Leben. (Archivbild)
Nach dem Dammbruch im Südosten Brasiliens im Januar begrub eine Schlammlawine Menschen, Häuser und Strassen unter sich. Mindestens 248 Personen kamen ums Leben. (Archivbild) © KEYSTONE/EPA EFE/ANTONIO LACERDA
Rund fünfeinhalb Monate nach dem verheerenden Dammbruch an einer Eisenerzmine in Brasilien ist der Bergbaukonzern Vale erstmals zur Wiedergutmachung verurteilt worden. Das Unternehmen müsse alle entstandenen Schäden beheben, ordnete ein Richter in Belo Horizonte an.

Eine genaue Summe legte er laut einem Bericht des Nachrichtenportals G1 vom Dienstag nicht fest. Er stellte allerdings fest, dass zu den Schäden neben den vielen Todesopfern auch negative Folgen für die Umwelt und lokale Wirtschaft zählten. Für etwaige Schadensersatzzahlungen hat die Justiz bereits Vermögenswerte von Vale in Höhe von umgerechnet 2,9 Milliarden Franken (elf Milliarden Reais) blockiert.

Der Damm an der Mine Córrego do Feijão war am 25. Januar gebrochen. Eine Schlammlawine rollte über Teile der Anlage und benachbarte Siedlungen nahe der Ortschaft Brumadinho hinweg und begrub Menschen, Häuser und Tiere unter sich. Mindestens 248 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben, 22 weitere werden noch immer vermisst. Kurz vor dem Unglück hatten Mitarbeiter der brasilianischen Tochter des deutschen TÜV Süd die Rückhaltebecken geprüft und für sicher befunden.

(SDA)


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