US-Senat beschliesst umfassendes Naturschutzgesetz

Der US-Senat hat sich für eine deutliche Stärkung des Naturschutzes ausgesprochen - das neue Gesetz sieht unter anderem eine Ausweitung des Death-Valley-Nationalparks vor. (Archiv)
Der US-Senat hat sich für eine deutliche Stärkung des Naturschutzes ausgesprochen - das neue Gesetz sieht unter anderem eine Ausweitung des Death-Valley-Nationalparks vor. (Archiv) © KEYSTONE/AP National Park Service
Erstmals seit dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump können sich Umweltschützer in den USA über eine deutliche Stärkung des Naturschutzes freuen. Der US-Senat in Washington stimmte am Dienstag (Ortszeit) für den sogenannten Natural Resources Management Act.

Der Entscheid fiel mit 98 zu zwei Stimmen. Nun muss noch das Repräsentantenhaus zustimmen.

Das Gesetz stellt rund 810’000 Hektar Land neu oder stärker unter Schutz. Ausserdem sieht es die Vergrösserung von acht Nationalparks und historischen Stätten und die Schaffung neuer Schutzgebiete vor. Es stellt Lebensräume von Tieren wie Lachsen oder Dickhornschafen unter Schutz, etwa vor dem Abbau von Bodenschätzen.

Ausserdem wandelt es einen wichtigen Naturschutzfonds in eine dauerhafte Einrichtung um, nachdem die Trump-Regierung diesem vergangenes Jahr keine Finanzmittel bereitgestellt hatte.

«Staatliches Land gehört zu den grössten Schätzen dieses Landes und wir sind erfreut, dass es grosse Unterstützung von beiden Parteien gibt, diese wichtigen Lebensräume zu schützen», erklärte der Chef der Umweltorganisation Sierra Club, Michael Brune. Die Präsidentin des Verbandes zum Schutz der Nationalparks, Theresa Pierno, erklärte, das Votum des Senates zeige einmal mehr, dass Umweltschutz von Republikanern und Demokraten gemeinsam unterstützt werden müsse.

Das Gesetz entzieht Bergbau-Rechte für Gebiete in der Nähe des Yellowstone Nationalparks im Bundesstaat Wyoming. In Kalifornien sollen die Nationalparks Joshua Tree und Death Valley ausgeweitet werden. Grösserer Schutz wird auch Gebieten von amerikanischen Ureinwohnern zugestanden.

Seit Trumps Amtsantritt im Januar 2017 wurden viele Umweltschutzbestimmungen früherer Regierungen gekippt. So erlaubte Trump Ölbohrungen in einem Schutzgebiet in der Arktis und verkleinerte zwei Schutzgebiete im Bundesstaat Utah, um die Kohlelobby zufrieden zu stellen.

Vor einem Jahr traten fast alle Mitglieder des Beratergremiums für die Nationalparks zurück. Sie protestierten damals gegen den damaligen Innenminister Ryan Zinke, der er aus ihrer Sicht die Nationalparks sträflich vernachlässigte.

(SDA)


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