Archäologen untersuchen Pfahlbauerdorf

6. November 2018, 10:57 Uhr
Eine Archäologin legt fast 6000-jährige Pfähle einer Palisade frei.
Eine Archäologin legt fast 6000-jährige Pfähle einer Palisade frei.
© ARCHÄOLOGISCHER DIENST DES KANTONS BERN
Auf einer Baustelle mitten in Biel untersuchen Archäologen derzeit das bisher älteste bekannte Pfahlbauerdorf am Bielersee. Es stammt aus der Zeit um 3840 vor Christus und ist damit fast 6000 Jahre alt.

Wie die bernische Erziehungsdirektion am Dienstag mitteilte, befinden sich die Reste fünf Meter unter der heutigen Oberfläche. Zum Vorschein kamen Pfähle aus Eichen- und Weisstannenholz, auf denen Häuser ruhten. Dazu legten die Archäologen auch dünnere Pfähle von Palisaden frei.

Im Innern der Siedlung, zwischen den Häusern, wurden Keramikscherben von ehemaligem Essgeschirr sowie Werkzeuge und Waffen aus Stein gefunden. Auch Tierknochen von Speiseabfällen sowie Reste von Getreidekörnern entdeckten die Fachleute. Die Erforschung der Struktur des Dorfes ist für die Archäologen wegen des hohen Alters des Pfahlbauerdorfs «wissenschaftlich sehr wichtig».

Die jungsteinzeitliche Siedlung befindet sich dort, wo schon bald der neue Campus Biel/Bienne der Berner Fachhochschule stehen soll. Die Baustelle für dieses Projekt befindet sich unmittelbar hinter dem Bieler Bahnhof in Richtung Nidau.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 6. November 2018 10:27
aktualisiert: 6. November 2018 10:57