Das sind die teuersten Städte der Welt

René Rödiger, 17. September 2015, 10:44 Uhr
Für ein iPhone 6 reicht in Zürich der Lohn von 21 Stunden Arbeit, in Kiew dauert es 30 Mal länger. (Archivbild)
Für ein iPhone 6 reicht in Zürich der Lohn von 21 Stunden Arbeit, in Kiew dauert es 30 Mal länger. (Archivbild)
© KEYSTONE/AP/MARCIO JOSE SANCHEZ
Zürich, Genf und New York sind die teuersten Städte der Welt. Am anderen Ende der Skala sind Kiew, Nairobi und Jakarta bei den Löhnen und der Kaufkraft die Schlusslichter, wie aus einer Studie der UBS hervorgeht, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Für die Auswertung wurde ein standardisierter Korb aus 122 Waren und Dienstleistungen sowie die Löhne verglichen. Die höchsten Bruttolöhne erhalten Arbeitnehmer in Zürich, Genf und Luxemburg. In Nairobi, Jakarta und Kiew, die die Schlusslichter der Rangliste bilden, verdienen Angestellte nur rund 5 Prozent des durchschnittlichen Bruttolohnes von Zürich.

Der Wert der Löhne lässt sich laut UBS am besten durch einen Kaufkraftvergleich für Waren ermitteln, die weltweit möglichst homogen sind. In Luxemburg, Zürich und Genf ist der Nettostundenlohn am meisten wert, weil damit am meisten Waren und Dienstleistungen aus dem standardisierten Korb gekauft werden können.

So verdienen Angestellte in Zürich und Genf in elf Minuten so viel, um sich einen Big Mac kaufen zu können. Damit sind sie weltweit die drittschnellsten. In Hongkong brauchen die Arbeitnehmer lediglich neun Minuten. Dagegen müssen Angestellte in Nairobi durchschnittlich fast drei Arbeitsstunden schuften, um sich einen Big Mac leisten zu können.

Arbeitnehmer in Zürich können sich nach 21 Arbeitsstunden ein iPhone 6 leisten. Dagegen dauert es in Kiew 30 Mal länger, wie es weiter hiess.

Bei Lebensmitteln ist Zürich die teuerste Stadt. Der Korb aus 39 Nahrungsmitteln kostet in der Limmatstadt 4,5 Mal mehr als in Kiew, der günstigsten Stadt. Der Preis für Dienstleistungen geht in der Regel einher mit dem örtlichen Lohnniveau.

Der Preiskorb berücksichtigt dabei Dienstleistungen wie Haarschnitte, chemische Reinigung und Internetgebühren. Nach Oslo seien Haarschnitte in Zürich am zweitteuersten, teilte die UBS mit.

René Rödiger
Quelle: sda
veröffentlicht: 17. September 2015 10:30
aktualisiert: 17. September 2015 10:44