So erlebt dein Hund angenehme Ferien

Fabienne Engbers, 9. Juli 2017, 14:25 Uhr
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Wenn die ganze Familie in die Sommerferien verreist, bedeutet das Stress für den Vierbeiner. Soll der Hund mit in die Ferien oder will man ihn lieber in eine Tierpension stecken und ihn dort verwöhnen? So oder so gibt es einiges zu beachten.

«Die Halter können sich oftmals nur schwer von ihrem Tier trennen», sagt Dolores Rust, Leiterin des Tierheims in Nesslau gegenüber TVO. Daher entscheiden sich viele Hundehalter, ihre Hunde mitzunehmen. «Für das Tier ist das natürlich super, es gibt dann allerdings Reisen, die man nicht machen kann.»

Chip ist in der EU Pflicht

Wer seinen tierischen Freund in die Sommerferien mitnimmt, muss sich an gewisse Regeln halten. «In der EU muss der Hund gechipt sein und er braucht eine gültige Tollwut-Impfung», sagt Eugen Fauquex, amtlicher Tierarzt beim Veterinäramt des Kantons St.Gallen.

In anderen Ländern ausserhalb der EU gelten wiederum andere Regeln, die zu beachten sind. Ansonsten droht eine Busse.

Hund nicht einfach auf dem Schoss mitnehmen

Fährt man von zuhause los, muss der Hund entweder in einer Box im Kofferraum oder angebunden auf dem Rücksitz sein. «Die Ladung muss so gesichert sein, dass diese den Fahrer nicht gefährdet. Das gilt auch für einen Hund», so Fauquex. Den Hund einfach auf den Schoss zu nehmen, sei verboten und gefährlich.

Je nach Rasse kann der Transport im Auto ausserdem ein grosser Stress für den Hund sein.

Art der Ferien an Hund ausrichten

Dolores Rust vom Tierheim in Nesslau rät, jedes Mal vor den Ferien neu zu entscheiden, ob man den Hund mitnehmen will. «Man soll sich fragen, was man machen will und ob das Programm für den Hund geeignet ist.» Auf einen Städtetrip würde sie ihren Hund nicht mitnehmen.

Ausserdem benötigen Ferien mit Vierbeinern eine gute Planung. Darf ich ihn in mein gebuchtes Hotel mitnehmen? Sind Hunde bei meinen geplanten Aktivitäten störend? Dies sind nur zwei Fragen, die sich Halter im Vorab stellen sollten.

Müssen diese Fragen negativ beantwortet werden, ergibt es wohl mehr Sinn, den Hund während der Ferien in einem Heim oder einer Tierpension abzugeben. Hier gilt jedoch, frühzeitig anzufragen, denn «dä Schneller isch dä Gschwinder».

Fabienne Engbers
Quelle: enf
veröffentlicht: 9. Juli 2017 08:47
aktualisiert: 9. Juli 2017 14:25