So schützt du dein Auto vor Mardern

Vanessa Kobelt, 9. Juni 2018, 17:28 Uhr
Die Marder befinden sich in der Paarungszeit. Dann richten sie besonders viele Schäden bei Autos an.
Die Marder befinden sich in der Paarungszeit. Dann richten sie besonders viele Schäden bei Autos an.
© istock
Die Paarungszeit der Marder hat begonnen und die Nager sind wieder besonders bissfreudig unterwegs. Mit einigen Tricks kannst du die Marder von deinem Auto fernhalten.

Plötzlich funktioniert eine Lampe am Auto nicht mehr oder noch schlimmer, der Wagen springt gar nicht erst an. Gerade jetzt im Sommer treiben sich Marder mit Vorliebe in der Nähe von Parkplätzen herum und können mit ihren Biss-Attacken das eine oder andere Auto lahmlegen.

Viele Schäden zur Paarungszeit

Das flauschige, schon fast harmlos wirkende Tier pflanzt sich von Juni bis August fort. Die männlichen Tiere kennzeichnen zuvor ihr Revier mit einer Duftmarke, die gerne auch im Fahrgestell der Autos abgegeben wird. Trifft ein Rivale auf den Duft, kann ihn dies aggressiv machen und er beginnt Kabel und Schläuche zu zerbeissen.

Viele Marderschäden in der Ostschweiz

Jedes Jahr bezahlen die Schweizer Versicherungen zweistellige Millionen-Beträge für Marderschäden. Normalerweise sind die Marderschäden bei einer Teilkaskoversicherung versichert. Nach einem Schaden ist es laut dem TCS wichtig, sofort die Versicherung zu informieren.

Eine Auswertung der AXA zeigt, dass in der Ostschweiz das Risiko für einen Marderschaden am Auto sehr hoch ist, besonders in den Kantonen Appenzell Innerrhoden, Thurgau und St.Gallen. Weniger Sorgen machen muss man sich im Kanton Graubünden.

Schutz vor Mardern

Gegen bissfreudige Steinmarder werden laut dem TCS eine ganze Reihe von mehr oder weniger wirksamen Methoden eingesetzt. Kein Mittel bietet 100-prozentigen Schutz. Eine sehr bekannte Methode ist das Elektrogerät, welches die Marder mit einem hohen Pfeifton fern hält. Der TCS empfiehlt ein solchen Gerät vor allem denen, die nahe am Wald wohnen.

Ausserdem gibt es biologische Duftsprays, welche Marder wegweisen sollen (ähnlich wie Duftstäbchen). Auch kann man laut dem TCS einen Hundshaarknäuel als Abwehr benutzen. Diese beiden Methoden zeigen aber nicht immer Erfolg oder nur für kurze Zeit. Ausserdem wird der Motorraum schmutzig.

Die Beste Methode ist wohl, das Fahrzeuge wenn immer möglich in einer geschlossenen Garage ohne Schlupflöcher abzustellen.

(kov)

 

Vanessa Kobelt
veröffentlicht: 9. Juni 2018 17:28
aktualisiert: 9. Juni 2018 17:28